Francis Fulton-Smith: Meinungsvielfalt stärkt die Demokratie

Fernsehstar Francis Fulton-Smith warnt vor einer Gesellschaft, in der Meinungsvielfalt verloren geht. Was er im Umgang mit Andersdenkenden und politischen Begriffen kritisch sieht.
von  dpa
Die Menschen hätten verlernt, einander zuzuhören, findet Schauspieler Francis Fulton-Smith. (Archivbild)
Die Menschen hätten verlernt, einander zuzuhören, findet Schauspieler Francis Fulton-Smith. (Archivbild) © Peter Kneffel/dpa

Der Schauspieler Francis Fulton-Smith hält bei den Deutschen eine größere Lernbereitschaft aus der Geschichte für notwendig. "Wir erleben hier in Deutschland zwar keinen Krieg, leben aber in Zeiten, in denen Politiker dazu aufrufen, dass wir wieder kriegstüchtig werden sollen. Das sind Worte, da stellen sich mir die Nackenhaare auf", sagte er dem "Playboy" in einem Interview kurz vor seinem 60. Geburtstag.

Die Menschen hätten verlernt, einander zuzuhören, findet Fulton-Smith. "Meinungsvielfalt ist jedoch ganz entscheidend für das demokratische Zusammenleben in einem Kollektiv. Und wenn das nicht mehr möglich ist und jeder, der anders denkt, sofort lautstark diffamiert und stigmatisiert wird, hat die Meinungsfreiheit keinen Wert mehr."

Weiter kritisierte er die Nutzung des Wortes "Nazi" als inflationär, dadurch habe es "eigentlich gar keine Wirkung mehr". Das sei nicht nur eine Beleidigung aller Opfer des Nationalsozialismus, sondern obendrein hochgefährlich.

Der britisch-deutsche Schauspieler Francis Fulton-Smith ist bekannt aus einer Vielzahl an Fernseh-, Kino- und Theaterproduktionen.

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