Fränkische Rechtsextremisten-Gruppe war nur regional aktiv

Die von der Polizei in Franken ausgehobene rechtsextreme Gruppierung hatte nach Auffassung der Ermittler keine intensiven Kontakte zu der Neonazi-Szene in anderen Bundesländern, wie am Freitag bekannt wurde.
| dpa/lby
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Bamberg -  "Das ist derzeit nicht bekannt", sagte ein Sprecher der Bamberger Staatsanwaltschaft am Freitag zu der möglichen Verbindung. Die Beschuldigten seien zwar immer wieder bei Demonstrationen in anderen Ländern dabei gewesen. "Eine größere Vernetzung wurde bislang aber nicht ermittelt."

Nach Erkenntnissen von Polizei und Staatsanwaltschaft hatte die Gruppe Anschläge auf Asylbewerberheime und Angehörige des linken Spektrums geplant. Die Beschuldigten hätten unter anderem Sprengsätze in zwei Bamberger Unterkünfte für Flüchtlinge werfen wollen, um dort Angst und Schrecken zu verbreiten, hatte Oberstaatsanwalt Erik Ohlenschlager am Donnerstag gesagt.

 

Lesen Sie hier: Polizei vereitelt vermutlich rechtsextremen Anschlag

 

Für die geplanten Taten hätten mehrere der 13 Beschuldigten kiloweise pyrotechnisches Material aus Osteuropa bestellt - darunter sogenannte Kugelbomben aus Polen. Diese besäßen eine hohe Sprengkraft und seien "höchst gefährliche Explosionsmittel", die Menschen schwer verletzen oder sogar töten könnten. Beschuldigt sind elf Männer und zwei Frauen im Alter zwischen 21 und 36 Jahren. Am Mittwoch hatte es eine Razzia in Ober- und Mittelfranken gegeben.

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