Fotos von Bayerns Brauern : "Die Wächter des Reinheitsgebots"

Ab Freitag werden in der Alten Kongresshalle „Die Wächter des Reinheitsgebots“ gezeigt – eine Fotoausstellung über die Menschen, die Bayerns Bier machen.
| Clemens Hagen
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Bayerischer Brauerbund e. V., München (V.l.n.r.): Robert Scholz (Geschäftsführer), Walter König (Geschäftsführer), Dr. Lothar Ebbertz (Hauptgeschäftsführer), Peter Zacharias (Geschäftsführer), Manfred Newrzella (Geschäftsführer) - Von Beginn an unterstützte der Bayerische Brauerbund die Idee „Die Wächter des Reinheitsgebotes“. Wahrscheinlich, weil sie selbst tagtäglich als Wächter arbeiten. Kein Wunder, dass sie „Bella Figura“ auf dem Foto machen.
Sead Husic 19 Bayerischer Brauerbund e. V., München (V.l.n.r.): Robert Scholz (Geschäftsführer), Walter König (Geschäftsführer), Dr. Lothar Ebbertz (Hauptgeschäftsführer), Peter Zacharias (Geschäftsführer), Manfred Newrzella (Geschäftsführer) - Von Beginn an unterstützte der Bayerische Brauerbund die Idee „Die Wächter des Reinheitsgebotes“. Wahrscheinlich, weil sie selbst tagtäglich als Wächter arbeiten. Kein Wunder, dass sie „Bella Figura“ auf dem Foto machen.

Bernhard Sailer, Besitzer und Seniorchef vom Hofbräuhaus Traunstein, ist so etwas wie der Erfinder der großen Fotoausstellung „Die Wächter des Reinheitsgebots“. Mit ihr feiert der Bayerische Brauerbund das (1516 bis 2016) dieser ersten und vielleicht berühmtesten Lebensmittelverordnung der Welt.

Das kam so: Sailer sah in seinem Wohnort eine andere Ausstellung mit Frauenporträts, die der Fotograf Sead Husic, der in Berlin lebt, aber in Traunstein aufgewachsen ist, in Szene gesetzt hatte. Sailer dachte sich: „So etwas könnte ich mir auch gut mit Bildern von Bayerns Brauern vorstellen.“

 

Die Menschen hinter den Bier-Marken kennenlernen

 

Gedacht, getan. Sailer präsentierte seine Idee dem Präsidium des Brauerbundes, und die Kollegen waren gleich Feuer und Flamme. Denn kurz zuvor hatte eine Befragung von Studenten der Bier-Uni Weihenstephan ergeben, dass auch sie Interesse daran hätten, die Menschen hinter den bekannten bayerischen Biermarken einmal kennenzulernen.

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Bernhard Sailer: „Das Einzigartige an so einer Ausstellung ist, dass sie in den nächsten Jahren, Jahrzehnten und mit Glück sogar Jahrhunderten noch von Interesse sein wird.“ 100 Brauer wurden fotografiert – „ein kleiner Teil der über 600, die wir in Bayern haben“.

 

Fotograf Sead Husic fuhr zwei Jahre lang kreuz und quer durch Bayern

 

Für den Fotografen Sead Husic war es so etwas wie der Job seines Lebens. Zwei Jahre lang fuhr er 120 000 Kilometer kreuz und quer durch den Freistaat, um die Brauer zu porträtieren. „Zum Glück wohnt meine Mutter noch in Traunstein. Sonst hätte ich jedes Mal von Berlin aus anreisen müssen. Dann hätte es fürs Jubiläum wohl nicht gereicht.“

Bei den Shootings kam es zu lustigen Begebenheiten. So begrüßte Husic den damals frisch gewählten Münchner OB Dieter Reiter zu den Aufnahmen mit den Münchner Brauerei-Chefs mit den Worten: „Toll, jetzt fehlt nur noch der OB.“ Reiter nahm’s mit Humor. Zumindest beim ersten Mal, denn diese Aufnahmen mussten wiederholt werden, weil sich einige der Herren nicht gut getroffen fühlten. Beim zweiten Versuch klappte es umso besser. Das Ergebnis kann man ab Freitag (12.02.) in der Alten Kongresshalle auf der Theresienhöhe begutachten.

 

Die Ausstelllung - Freier Eintritt in der Alten Kongresshalle

 

Die Bilder der Fotoausstellung „Wächter des Reinheitsgebots“ werden im Kultur- und Veranstaltungszentrum Alte Kongresshalle, Theresienhöhe 15, zu sehen sein.

Die Ausstellung ist vom 12. Februar bis zum 18. Februar täglich von 11 bis 19 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei.

Präsentiert werden die Werke extrem aufwendig. Die Fotos wurden zuerst auf Stoff gedruckt, den man dann auf Alu-Kästen gespannt hat. Diese Rahmen sind von innen mit Halogenlampen beleuchtet und besitzen die imposanten Maße von 1,50 x 2,50 für Hoch- sowie 2,50 x 2,20 Meter für Querformate. Da es sich um eine Wanderausstellung handelt, benötigt man für den Transport der 52 Kästen einen 38-Tonner.

Möglich macht die Münchner Ausstellung die Edith-Haberland-Wagner-Stiftung, die von der Augustiner-Erbin (1899–1996) ins Leben gerufen worden ist und sich unter anderem auch Kulturförderung zum Ziel gesetzt hat. Die Kongresshalle ist im Besitz der Haberland-Stiftung.

 

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