Flughafen Nürnberg: 50 Prozent weniger Passagiere

Nürnberg (dpa/lby) - Bayerns zweitgrößter Flughafen in Nürnberg wird durch die Corona-Krise und strukturelle Probleme im laufenden Jahr wohl weniger als die Hälfte der Fluggäste des Jahres 2019 erreichen. Das sagte Flughafen-Geschäftsführer Michael Hupe am Montag, nachdem erstmals seit Monaten wieder eine reguläre Passagiermaschine von Nürnberg aus gestartet war.
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Eine Fluggastbrücke steht auf dem leeren Rollfeld am Flughafen Nürnberg. Foto: Daniel Karmann/dpa/Archivbild
dpa Eine Fluggastbrücke steht auf dem leeren Rollfeld am Flughafen Nürnberg. Foto: Daniel Karmann/dpa/Archivbild

Nürnberg (dpa/lby) - Bayerns zweitgrößter Flughafen in Nürnberg wird durch die Corona-Krise und strukturelle Probleme im laufenden Jahr wohl weniger als die Hälfte der Fluggäste des Jahres 2019 erreichen. Das sagte Flughafen-Geschäftsführer Michael Hupe am Montag, nachdem erstmals seit Monaten wieder eine reguläre Passagiermaschine von Nürnberg aus gestartet war. Der Flug des niederländischen KLM-Fliegers ging zum Drehkreuz Amsterdam.

Durch die Corona-Krise sei der Flughafen Nürnberg praktisch zum Stillstand gekommen, sagte Hupe. 99 Prozent des üblichen Flugaufkommens seien weggefallen. "Ich glaube wir werden etwa eine Größenordnung 1,5 bis 2 Millionen erreichen", sagte Hupe zu den erwarteten Passagierzahlen. "Davon haben wir die Hälfte schon gesehen."

Den Flughafen Nürnberg hatten im vergangenen Jahr 4,11 Millionen Passagiere genutzt. Dies war schon ohne die Corona-Krise ein Minus von acht Prozent im Vergleich zu 2018. In den kommenden Wochen werde eine nur sehr langsame Aufwärtsentwicklung erwartet.

Bayerns Finanzminister Albert Füracker (CSU), Vorsitzender des Aufsichtsrates der Flughafen GmbH, sagte auf die Frage, ob der Flughafen Nürnberg existenziell bedroht ist: "Ich glaube das nicht, aber ich weiß nicht, was sich in den nächsten Jahren entwickeln wird, im Flugverkehr." Prognosen für die Zukunft seien daher schwierig. "Das Bekenntnis zum Flughafen Nürnberg aus heutiger Sicht ist natürlich vom Freistaat Bayern aus gegeben", sagte Füracker.

Die Flughafen Nürnberg GmbH wird je zur Hälfte vom Freistaat und von der Stadt Nürnberg getragen. Nach Gewinnen in den vergangenen Jahren dürfte im laufenden Jahr ein Millionenverlust anfallen.

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