Flughafen München nach Drohnensichtung kurz lahmgelegt

Ein Drohnenalarm legte den Münchner Flughafen lahm: 26 Flieger mussten ausweichen. Wie der Flughafen das Pfingstchaos schnell in den Griff bekam.
dpa |
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Flugzeuge mussten am Samstagmorgen in München wegen einer Drohnenwarnung kurzzeitig am Boden bleiben. (Symbolbild)
Flugzeuge mussten am Samstagmorgen in München wegen einer Drohnenwarnung kurzzeitig am Boden bleiben. (Symbolbild) © Sven Hoppe/dpa
München

Am Flughafen München hat mitten im Pfingstreiseverkehr eine Drohnenwarnung den Flugverkehr kurzzeitig lahmgelegt. Starts und Landungen waren nach der verdächtigen Sichtung am Samstagmorgen gegen 9.00 Uhr ausgesetzt worden. Nachdem nichts Verdächtiges gefunden wurde, wurde der Alarm gegen 10.05 Uhr wieder aufgehoben, wie ein Flughafensprecher sagte. Durch den Vorfall verspäteten sich Ankünfte und Abflüge. Am Sonntag lief der Flugverkehr regulär, wie der Sprecher mitteilte. 

26 Maschinen konnten am Samstag nicht landen und wurden umgeleitet. Ausweichflughäfen waren Stuttgart, Nürnberg, Frankfurt, Linz, Salzburg und Leipzig. Gegen Mittag waren etwa 60 Flüge 30 bis teils 120 Minuten verspätet. Bereits im Laufe des frühen Samstagnachmittags hatte sich der Flugbetrieb aber wieder normalisiert. Alle umgeleiteten Flüge kamen bis dahin auch wieder in München an. "Es musste niemand am Flughafen übernachten", sagte der Flughafensprecher.

Hochbetrieb in den Ferien 

Wegen der Ferien herrschte am Flughafen reger Betrieb. Am Samstag wie auch am Sonntag waren rund 900 Starts und Landungen mit insgesamt rund 120.000 Passagieren geplant. Am Samstag hätten Fluggesellschaften 40 Flüge "aus technischen oder operationellen Gründen" annulliert, sagte der Flughafensprecher. Inwieweit das mit der Drohnenwarnung zusammenhing, war unklar. Die Passagiere seien umgebucht worden. 

Der Flughafen sei zu keiner Zeit geschlossen gewesen, betonte der Flughafensprecher. Während der einstündigen Sperrung der beiden Start- und Landebahnen konnten Passagiere weiter den Flughafen erreichen, parken, einchecken und durch die Sicherheitskontrollen.

Zwei Piloten melden Drohne 

Zwei Piloten hatten laut Bundespolizei unabhängig voneinander um 9.03 Uhr eine verdächtige Wahrnehmung gemeldet. Daraufhin sei die Lage überprüft worden. Unter anderem war ein Polizeihubschrauber im Einsatz. Kräfte von Bundes- und Landespolizei suchten das Areal ab. Entdeckt wurde aber nichts.

Mehrfach waren an Flughäfen zuletzt mutmaßliche Drohnen gesichtet worden, teils wurde deshalb der Flugverkehr ausgesetzt. Anfang Oktober waren am Münchner Flughafen gleich an zwei Abenden hintereinander mutmaßliche Drohnen gesehen worden, der Flugverkehr wurde zweimal hintereinander eingestellt. Dutzende Flüge wurden umgeleitet oder gestrichen. Tausende Reisende waren betroffen. Einige mussten damals im Flughafengebäude übernachten. Auch im November gab es kurzzeitig Drohnenalarm am Münchner Airport.

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

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