Flüchtlinge in Deutschland: Jetzt sind es offiziell eine Million!

Am Dienstag hat das "Easy"-System in Bayern offiziell den einmillionsten Flüchtling registriert. Darüber, ob es in Wirklichkeit mehr oder gar weniger sind, streiten sich Experten.
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Flüchtlinge warten in Passau auf ihre Registrierung. Am Dienstag wurde vom "Easy"-System offiziell der einmillionste Flüchtling dokumentiert.
dpa Flüchtlinge warten in Passau auf ihre Registrierung. Am Dienstag wurde vom "Easy"-System offiziell der einmillionste Flüchtling dokumentiert.

Am Dienstag hat das "Easy"-System in Bayern offiziell den einmillionsten Flüchtling registriert. Darüber, ob es in Wirklichkeit mehr oder gar weniger sind, streiten sich Experten.

München - Drei Wochen vor Jahresende ist die lange erwartete Zahl von einer Million Flüchtlinge in Deutschland offiziell erreicht. So viele Asylbewerber seien vom ersten Januar bis Dienstag im Erstaufnahme-System "Easy" registriert und anschließend deutschlandweit untergebracht worden, erklärte Sozialministerin Emilia Müller (CSU) in München. Allein im November seien es mehr als 200 000 neu registrierte Asylbewerber gewesen. Der Zugang sprenge alle Prognosen.

 

Eine Million Registrierte: Sind es nun mehr oder weniger Flüchtlinge?

 

"Wir brauchen nun dringender denn je eine Obergrenze für die Aufnahme von Flüchtlingen, denn Deutschland kann diese Zugänge dauerhaft nicht länger schultern", sagte Müller. Eine Million Easy-Registrierungen bedeute für Bayern, dass rund 153 000 Asylbewerber im Freistaat aufgenommen, medizinisch untersucht, versorgt und untergebracht werden müssten. "Das sind mehr Menschen als beispielsweise in Heidelberg leben", sagte Müller.

Lesen Sie hier das AZ-Interview mit Claudia Roth:

Unter Fachleuten ist umstritten, wie genau das Easy-System die Zahl der Flüchtlinge in Deutschland widerspiegelt. Manche Experten gehen davon aus, dass die tatsächlichen Zahlen noch höher sind, da es wegen der Überlastung der Behörden inzwischen Wochen dauern kann, bis ein Flüchtling registriert wird. Andere glauben, dass die Zahlen niedriger sind, da Mehrfachregistrierungen ebenfalls vorkommen.

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