Flucht vor Zoll scheitert an weißen Fußspuren

Ein Sprung aus dem Fenster soll die Rettung vor einer Kontrolle sein. Doch der Plan misslingt gründlich: Verräterische Spuren auf dem Asphalt führen die Beamten direkt zum Versteck des Flüchtigen.
dpa |
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Weiße Farbspuren am Boden wurden einem flüchtenden Schwarzarbeiter in der Oberpfalz zum Verhängnis. (Symbolbild)
Weiße Farbspuren am Boden wurden einem flüchtenden Schwarzarbeiter in der Oberpfalz zum Verhängnis. (Symbolbild) © Julian Stratenschulte/dpa
Tirschenreuth

Ein ungewöhnlicher Fluchtversuch bei einer Zollkontrolle im Landkreis Tirschenreuth ist für einen Schwarzarbeiter erfolglos geblieben. Wie das Hauptzollamt Regensburg mitteilte, hatte der Bauarbeiter versucht, sich den Beamten durch einen Sprung aus einem Fenster zu entziehen. Dabei hinterließ er jedoch mit Farbe und Putz verschmutzte weiße Fußabdrücke auf dem Asphalt, die die Einsatzkräfte direkt zu seinem Versteck führten.

Der Vorfall ereignete sich im Rahmen einer Überprüfung der Finanzkontrolle Schwarzarbeit Hof. Die Beamten kontrollierten ein asiatisches Restaurant und bemerkten dabei laufende Bauarbeiten im angrenzenden Wohnhaus. Neben dem Flüchtenden trafen die Zöllner vor Ort auf zwei weitere Bauarbeiter vietnamesischer Herkunft.

Ermittlungen ergaben, dass der 21-, der 27- und der 33-Jährige keine gültigen Aufenthaltstitel besaßen, die ihnen das Leben oder Arbeiten in Deutschland erlaubt hätten. Nach Angaben des Zolls hielten sich die drei bereits seit mehreren Monaten unerlaubt im Bundesgebiet auf und gingen einer illegalen Beschäftigung nach.

Der Fachgebietsleiter der Finanzkontrolle Schwarzarbeit Hof, Jürgen Fein, betonte: "Auch ungewöhnliche Fluchtversuche ändern nichts daran, dass der Zoll illegale Beschäftigung konsequent aufdeckt." Der Fluchtversuch lasse darauf schließen, dass dem Arbeiter offenbar bewusst gewesen sei, dass er unerlaubt tätig war, so Fein weiter.

Das Amtsgericht Weiden erließ gegen zwei der Betroffenen mittlerweile Strafbefehle in Höhe von 4.500 Euro beziehungsweise 750 Euro. Die Ausländerbehörde forderte alle drei auf, das Bundesgebiet zu verlassen.

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

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