Flucht nach Unfallserie: Heranwachsender in U-Haft

200 Stundenkilometer, riskante Überholmanöver, mehrere Unfälle: Ein junger Fahrer bringt Menschen in Gefahr und flieht zu Fuß. Was die Polizei ihm nun vorwirft - und weshalb er im Gefängnis landete.
von  dpa
Verbotenes Autorennen, Unfallflucht, Gefährdung des Straßenverkehrs: Ein Heranwachsender sitzt wegen dieser mutmaßlichen Taten in U-Haft. (Symbolbild)
Verbotenes Autorennen, Unfallflucht, Gefährdung des Straßenverkehrs: Ein Heranwachsender sitzt wegen dieser mutmaßlichen Taten in U-Haft. (Symbolbild) © Lino Mirgeler/dpa

Nach einer Serie von Verkehrsunfällen und einer riskanten Fahrt mit bis zu 200 Stundenkilometern sitzt ein Heranwachsender in Untersuchungshaft. Der junge Mann soll im Landkreis Mühldorf am Inn mehrere Unfälle verursacht haben und dann vom Unfallort geflüchtet sein, wie die Polizei mitteilte. Das genaue Alter teilte die Polizei nicht mit - es handele sich um einen Heranwachsenden. 

Unfälle, Autorennen - Unfallflucht? 

Nach bisherigen Erkenntnissen soll er am Sonntagabend bei Ecksberg zunächst einen Unfall verursacht haben. Ohne anzuhalten habe er seine Fahrt fortgesetzt und sich anschließend mit dem Unfallgegner ein mutmaßliches Autorennen geliefert. Dabei soll er mit Geschwindigkeiten von bis zu 200 Kilometern pro Stunde unterwegs gewesen sein und mehrfach gefährlich überholt haben.

Im Bereich Erharting soll der Mann mit seinem Auto auf mehrere Menschen zugefahren sein, die sich nach eigenen Angaben nur durch einen Sprung zur Seite in Sicherheit bringen konnten. In diesem Zusammenhang kam es laut Ermittlern zu einer weiteren Kollision mit dem Fahrzeug des Unfallgegners, das erheblich beschädigt wurde. Anschließend soll der Heranwachsende erneut geflüchtet sein - und einen weiteren Unfall verursacht haben.

Haftbefehl wegen Fluchtgefahr

Die Polizei leitete eine Fahndung ein und nahm den jungen Mann schließlich bei Mühldorf fest. Zuvor hatte er sein stark beschädigtes Fahrzeug abgestellt und war zu Fuß geflüchtet.

Die Kriminalpolizei Mühldorf am Inn ermittelt unter Leitung der Staatsanwaltschaft Traunstein unter anderem wegen des Verdachts des gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr, unerlaubten Entfernens vom Unfallort und eines verbotenen Kraftfahrzeugrennens. Zudem wird geprüft, ob beim Zufahren auf die Menschen ein möglicher Tötungsvorsatz vorliegen könnte. Ein entsprechendes Gutachten sei in Auftrag gegeben. Ein Ermittlungsrichter erließ Haftbefehl wegen Fluchtgefahr.

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