Fingscheidts "Systemsprenger" ist deutscher Oscar-Kandidat

«Systemsprenger» von Nora Fingscheidt soll 2020 den Auslands-Oscar nach Deutschland holen. Die Filmregisseurin fühlt sich und ihr Team «geehrt».
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Regisseurin Nora Fingscheidt. Foto: Gregor Fischer
dpa Regisseurin Nora Fingscheidt. Foto: Gregor Fischer

München - Der Film "Systemsprenger" von Regisseurin Nora Fingscheidt soll im kommenden Jahr für Deutschland den Auslands-Oscar holen. Der Spielfilm wurde am Mittwoch in München als deutscher Kandidat für die Kategorie "Bester nicht-englischsprachiger Film" gekürt. Dies gab German Films, die Auslands-Vertretung des deutschen Films, am frühen Abend bekannt.

Die Oscar-Akademie wählt im Januar 2020 fünf der ausländischen Bewerber-Filme aus, die offiziell für den Oscar in der Auslands-Kategorie nominiert werden.

"Wir fühlen uns geehrt und sind dankbar, dass "Systemsprenger" als deutscher Beitrag ins Oscar-Rennen geht", sagte Fingscheidt in einer ersten Reaktion. Der Film sei gerade auf einer weltweiten Festivalreise. "Die überwältigenden Reaktionen des Publikums zeigen: Kino kann einen Dialog zwischen Kulturen herstellen, weil es ums Menschsein geht."

Sieben Filme standen auf der Bewerber-Liste für den deutschen Oscar-Kandidaten - darunter die Hape-Kerkeling-Biografie "Der Junge muss an die frische Luft" von Regisseurin Caroline Link sowie "Lara" von Jan-Ole Gerster.

Link hat den Oscar bereits einmal gewonnen - 2003 für ihren Film "Nirgendwo in Afrika". Außer ihr schafften das für Deutschland nur Volker Schlöndorff mit "Die Blechtrommel" (1980) und Florian Henckel von Donnersmarck mit "Das Leben der Anderen" (2007).

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