Filmtheater-Unternehmer Flebbe befürchtet Kinosterben

Der Kinounternehmer Hans-Joachim Flebbe befürchtet langfristige negative Auswirkungen der Corona-Krise auf die Filmtheater in Deutschland. "Einige Kinos werden es nicht schaffen, und die kleineren wird es eher treffen", sagte der 68-Jährige der Deutschen Presse-Agentur.
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"Bleiben sie gesund und achten Sie aufeinander" ist über einem Kino zu lesen. Foto: Sebastian Gollnow/dpa/Archivbild
dpa "Bleiben sie gesund und achten Sie aufeinander" ist über einem Kino zu lesen. Foto: Sebastian Gollnow/dpa/Archivbild

Hannover/Hamburg - Der Kinounternehmer Hans-Joachim Flebbe befürchtet langfristige negative Auswirkungen der Corona-Krise auf die Filmtheater in Deutschland. "Einige Kinos werden es nicht schaffen, und die kleineren wird es eher treffen", sagte der 68-Jährige der Deutschen Presse-Agentur. Flebbe betreibt unter anderem den Berliner Zoo Palast sowie Premium-Kinos in Hannover, Hamburg, München, Köln und Frankfurt am Main. "Es gibt null Einnahmen, wir sind total lahmgelegt", sagte der Gründer der Cinemaxx-Kette, aus der er vor gut zehn Jahren ausstieg. Sein Unternehmen mit Sitz in Hamburg mache derzeit zwei Millionen Euro Verlust im Monat.

Die Einbußen ließen sich auch nicht Ende des Jahres ausgleichen, sagte der Kinounternehmer. "Die Menschen werden im Herbst und Winter nicht zwei, drei Mal pro Woche ins Kino gehen." Streamingdienste wie Netflix oder Amazon profitieren derzeit davon, dass die Kinosäle geschlossen sind. "Das wird sich nachhaltig negativ auf die Besucherzahlen auswirken", befürchtet Flebbe.

Nach Angaben des Branchenverbandes HDF Kino belaufen sich die Ertragsverluste in den deutschen Filmtheatern während der durch das Coronavirus bedingten Schließungen auf 17 Millionen Euro pro Woche.

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