Feuerwehr kämpft gegen Waldbrände in Bayern – So ist der Stand

Extreme Trockenheit und Hitze machen es den Flammen leicht, sich auszubreiten. Deshalb sorgen mehrere Waldbrände in Bayern für große Sorge. Wie der Stand ist.
von  AZ/dpa
Der Waldbrand in Freudenberg ist unter Kontrolle, doch die Löscharbeiten in dem unwegsamen Gelände dauern an.
Der Waldbrand in Freudenberg ist unter Kontrolle, doch die Löscharbeiten in dem unwegsamen Gelände dauern an. © Tizian Gerbing/dpa

Waldbrände in Bayern haben die Feuerwehr in Atem gehalten. Alleine in der Oberpfalz sind rund 200 Kräfte im Einsatz, um gegen ein Feuer im Landkreis Amberg-Sulzbach zu kämpfen. Dabei wurden vier Menschen verletzt, teilte das Landratsamt mit. 

Rund 5,7 Hektar Wald seien in Brand geraten. Vier Feuerwehrleute sind verletzt worden, wie das Landratsamt Amberg-Sulzbach mitteilte. Den Angaben nach ist das Feuer seit dem Vormittag unter Kontrolle und breitet sich nicht weiter aus. 

Die Löscharbeiten laufen seit Freitagabend und dauern an. Das unwegsame Gelände erschwere das Vorankommen, wie es hieß. Teils seien Löscharbeiten nur zu Fuß möglich. Rund 200 Kräfte und ein Hubschrauber sind aktuell im Einsatz. Für die Anwohner besteht laut dem Landratsamt keine Gefahr. Am Freitag war zunächst vor der Brand- und Rauchentwicklung gewarnt worden. 

Aufwändige Nachlöscharbeiten in den Alpen

In den Chiemgauer Alpen in Oberbayern laufen derzeit die Nachlöscharbeiten eines Waldbergbrandes. Seit dem Morgen suchen die Einsatzkräfte nach Glutnestern im steilen Gelände, wie ein Sprecher des Kreisfeuerwehrverbandes Traunstein sagte. Besonders am Grat seien die Glutnester oft gar nicht mit dem Hubschrauber, sondern nur per Seilschaft zu erreichen. Daher müssten die optimalen Routen gefunden und geplant werden. Ein Hubschrauber und rund 60 Kräfte von Feuerwehr und Bergwacht seien dafür bei Unterwössen (Landkreis Traunstein) im Einsatz, sagte der Sprecher. 

Der Waldbergbrand in den Chiemgauer Alpen wurde mit Hubschraubern gelöscht, jetzt suchen die Einsatzkräfte nach den Glutnestern.
Der Waldbergbrand in den Chiemgauer Alpen wurde mit Hubschraubern gelöscht, jetzt suchen die Einsatzkräfte nach den Glutnestern. © Uwe Lein/dpa

Das Feuer in dem Bergwald nahe der Lackenbergwand war am Mittwochabend entdeckt worden. Hitze und extreme Trockenheit erschwerten die Löscharbeiten. Zwischenzeitlich wurde der Katastrophenfall ausgerufen. Seit Freitag ist der Brand gelöscht. In der Nacht flog dem Sprecher zufolge eine Drohne mit Wärmebildfunktion über das Gebiet. Demnach bildeten sich zwar vereinzelt Rauch und Glutnester am Berg, allerdings flammte das Feuer nicht wieder auf. 

Die zwischenzeitlich gesperrte Bundesstraße 305 und der Wössener See – das örtliche Badegewässer – sind wieder freigegeben. Das Gebiet rund um die Lackenbergwand darf aber weiterhin nicht betreten werden.

Blitzschlag entfacht Brand am Berg

Auch bei Bad Reichenhall kämpfen die Einsatzkräfte seit dem Morgen gegen die Glutnester. Dort hatte ein Blitzeinschlag am Freitagabend einem Brand an der Südseite des Hochstaufens entfacht. Laut der Polizei half der Regen gegen die Flammen, die Glutnester müssen nun aber weiter bekämpft werden, teilweise per Hand. Insgesamt sei das Ausmaß des Feuers überschaubar. Die Stadt Bad Reichenhall und die Feuerwehr wiesen darauf hin, dass der Aufenthalt im Gebiet des Hochstaufens trotzdem gefährlich sei und gemieden werden soll.

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