Feuer zerstört Christophorus-Schulzentrum in Berchtesgaden

200 Einsatzkräfte kämpfen stundenlang gegen die Flammen auf der Buchenhöhe in Berchtesgaden. Verletzte gibt es nicht, doch der nächtliche Brand hat einen Millionenschaden angerichtet.
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Die Flammen zerstörten große Teile des Gebäudes - die Löscharbeiten dauerten über Stunden an.
Markus Leitner/BRK/dpa Die Flammen zerstörten große Teile des Gebäudes - die Löscharbeiten dauerten über Stunden an.

Berchtesgaden - Feuer und Eis machen das Jahr 2019 für Schüler, Lehrer und Mitarbeiter des Reha-Zentrums auf der Buchenhöhe in Berchtesgaden zu einem besonderen Jahr. Im Januar hatte die AZ über die Schule berichtet, weil sie durch die Schneemassen von der Außenwelt abgeschnitten war. Nun hat in der Nacht auf Freitag ein verheerendes Feuer die Christopherus-Grund- und Mittelschule zerstört.

Als der Alarm gegen 2.40 Uhr am Morgen bei der Feuerwehr eingeht, steht das Gebäude schon in Flammen. Rund 200 Einsatzkräfte waren zeitweise im Einsatz – und konnten Schlimmeres verhindern: Das Feuer griff nicht auf andere Gebäude über. Alles sei ohne Panik abgelaufen, berichtete der Schulleiter Anton Kaunzner. Es sei weder der Wohnbereich der Schüler noch der Bereich der Mitarbeiter betroffen gewesen.

Die Flammen zerstörten große Teile des Gebäudes - die Löscharbeiten dauerten über Stunden an.
Die Flammen zerstörten große Teile des Gebäudes - die Löscharbeiten dauerten über Stunden an. © Markus Leitner/BRK/dpa

Schule zerstört: Schaden geht in die Millionenhöhe

Entgegen ersten Meldungen wurde niemand verletzt. Zunächst hatte es geheißen, ein Kind sei durch den dichten Qualm gelaufen und habe eine Rauchvergiftung erlitten. Das bestätigt sich aber nicht. Der Schaden geht allerdings nach ersten Schätzungen in die Millionenhöhe.

Die Helfer hätten "Riesiges geleistet", sagt auch Christian Hinterbrandner, der das Zentrum des Christlichen Jugenddorfwerks Deutschlands (CJD) leitet. Auch der Berchtesgadener Bürgermeister Franz Rasp (CSU) machte sich vor Ort ein Bild und bedankte sich mit einem "Danke! Ihr seid der Wahnsinn" über Facebook bei den Hilfskräften.

Schüler müssen andersweitig untergebracht werden

Das Schulgebäude gehört zu einem Internatscampus des CJD für rund 160 chronisch kranke Schüler und Jugendliche, die vorwiegend an Asthma und Diabetes leiden. Das Schulgebäude ist nicht mehr nutzbar. Bis Dienstag soll der Unterricht ausfallen. "Wir versuchen, den Schulbetrieb an benachbarten Schulen fortzusetzen", sagte Hinterbrandner.

Da nach dem Brand auch andere Gebäude nicht beheizt werden können, müssen Schüler anderweitig untergebracht werden.

Die Ursache des Feuers war zunächst völlig unklar. Es werde in alle Richtungen ermittelt, hieß es bei der Polizei. Es könne ein Kurzschluss gewesen sein – in dem Gebäude sei die Hauptleitung untergebracht, sagte Hinterbrandner. "Wir wissen es einfach nicht." Das Asthmazentrum war 1987 gegründet worden, da die Höhenlage den jungen Patienten hilft. Ebenfalls vom CJD getragen ist die etwa sechs Kilometer entfernte Eliteschule des Sports für Leistungssportler. Das Gymnasium war vom Brand aber nicht betroffen.

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