Festnahmen nach versuchtem Tötungsdelikt in der Oberpfalz

Im Zusammenhang mit einem versuchten Tötungsdelikt im oberpfälzischen Postbauer-Heng (Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz) haben Ermittler mehrere Tatverdächtige festgenommen. Wie die Kriminalpolizei Regensburg mitteilte, vollzogen Einsatzkräfte bereits in den vergangenen Tagen sowie bei einem größeren Einsatz am 11. Juni mehrere Festnahmen und Durchsuchungen.
Bei dem Verbrechen waren Anfang Oktober 2025 im Gewerbegebiet von Postbauer-Heng drei Männer schwer verletzt worden, teilweise durch Messerstiche. Zunächst waren die Ermittler von einem Raubüberfall ausgegangen. Wegen der Schwere der Verletzungen und der Art der Tatausführung wird inzwischen wegen versuchten Totschlags beziehungsweise eines versuchten Tötungsdelikts ermittelt. Die Polizei hatte zur Aufklärung des Falls zwischenzeitlich eine Belohnung von 5.000 Euro ausgesetzt.
Mehrere Objekte wurden durchsucht
Nach Angaben der Ermittler ergaben sich im Zuge der laufenden Untersuchungen konkrete Verdachtsmomente gegen mehrere Personen. Daraufhin seien acht Objekte in Mittelfranken durchsucht worden. Dabei wurde ein Haftbefehl gegen einen 29-Jährigen vollstreckt. Der Mann wurde in einem Hotel im Raum Erlangen festgenommen. Bei den Durchsuchungen stellten die Ermittler verschiedene Gegenstände sicher, die nun kriminaltechnisch untersucht werden.
In dem Hotelzimmer trafen die Einsatzkräfte zudem auf einen 23-Jährigen, der unabhängig von dem Tötungsdelikt per Haftbefehl gesucht wurde. Auch er wurde festgenommen. Nach Polizeiangaben leistete der 23-Jährige dabei erheblichen Widerstand. Gegen ihn wird nun zusätzlich wegen des Verdachts des Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte ermittelt.
Bereits zuvor waren laut Polizei zwei weitere Tatverdächtige festgenommen worden. Ein 26-Jähriger wurde aufgrund eines Europäischen Haftbefehls in den Niederlanden festgenommen. Ein 25-Jähriger kam im Raum Mittelfranken aufgrund eines Vollstreckungshaftbefehls in anderer Sache in Haft. Beide wurden in Justizvollzugsanstalten gebracht.
Die Kriminalpolizei und die Staatsanwaltschaft untersuchen weiterhin die Hintergründe der Tat sowie die mögliche Beteiligung der festgenommenen Personen.