Festnahme wegen Kokainhandel - Vier Verdächtige in U-Haft
Vier Verdächtige sitzen nach einer Razzia in Unterfranken in Untersuchungshaft. Ihnen wird gewerbsmäßiger Drogenhandel vorgeworfen, wie Polizei und Staatsanwaltschaft gemeinsam mitteilen. Gegen drei der Verdächtigen werde zudem wegen räuberischer Erpressung ermittelt. Beamte hatten in der Stadt Aschaffenburg und den Landkreisen Aschaffenburg und Miltenberg mehrere Gaststätten und Wohnungen durchsucht.
Ein Ermittlungsrichter erließ gegen die vier am Wochenende einen entsprechenden Haftbefehl. Gegen einen weiteren Verdächtigen wurde der Haftbefehl außer Vollzug gesetzt.
Die Ermittlerinnen und Ermittler stellten bei der großangelegten Aktion den Angaben zufolge Betäubungsmittel, rund 100 Gramm Kokain und Schutzwesten sicher, ebenso wie ein Kampfmesser, eine Schreckschusspistole und zwei Schlagstöcke. Zudem fanden sie mehrere zehntausend Euro in Bargeld und Kryptowährungen und ein Motorrad, das mutmaßlich aus Drogengeldern finanziert wurde. An der Razzia war auch das SEK beteiligt.
Größeres Netzwerk vermutet
Bereits seit dem Sommer 2025 ermittelt die Polizei gegen die Verdächtigen. Am frühen Samstagmorgen haben die Ermittler dann losgeschlagen. Die Einsatzkräfte betraten "schlagartig" eine Gaststätte und durchsuchten sie. Auch die Gäste des Lokals seien festgesetzt worden. Zwei weitere Lokale wurden ebenfalls durchsucht. Die Drogen sollen mutmaßlich über die Gaststätten verkauft worden sein.
Später weitete die Staatsanwaltschaft Aschaffenburg die Aktion aus und durchsuchte neun weitere Wohnungen. Bei den Ermittlungen sei deutlich geworden, dass ein größeres Netzwerk dahinterstecke, heißt es im Polizeibericht.
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