Festnahme nach Bombendrohung am Hauptbahnhof

Ein Mann behauptet, in seinem Rucksack befinde sich eine Bombe. Die Polizei räumt einen Teil des Nürnberger Hauptbahnhofs. Stunden später kehrt der Verdächtige zurück.
dpa |
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Ein Rucksack mit einer angeblichen Bombe löste am Nürnberger Hauptbahnhof einen Polizeieinsatz aus. (Symbolbild)
Ein Rucksack mit einer angeblichen Bombe löste am Nürnberger Hauptbahnhof einen Polizeieinsatz aus. (Symbolbild) © Jens Büttner/dpa
Nürnberg

Ein Rucksack mit einer angeblichen Bombe hat einen Polizeieinsatz am Nürnberger Hauptbahnhof ausgelöst. Die Polizei räumte die Mittelhalle und sperrte den Bereich für rund eine Stunde. Sprengstoff fanden die Einsatzkräfte nicht. Wenige Stunden später nahm die Bundespolizei einen 41-Jährigen fest.

Nach Angaben des Polizeipräsidiums Mittelfranken hatte der Mann einen Rucksack am Informationsschalter in der Mittelhalle abgegeben. Dabei habe er behauptet, dass sich darin eine Bombe befinde. Anschließend entfernte er sich. Spezialisten des Entschärfungsdienstes der Bundespolizei untersuchten den Rucksack und gaben schließlich Entwarnung. 

Als sich der 41-Jährige erneut im Hauptbahnhof aufhielt, erkannten ihn Bundespolizisten und nahmen ihn fest. Die Hintergründe der Tat sind bislang unklar. Laut Polizei machte der Verdächtige zeitweise einen verwirrten Eindruck. Da die Beamten zudem Alkoholgeruch bei ihm wahrnahmen, wurde eine Blutentnahme veranlasst.

Bei einer anschließenden Durchsuchung seiner Wohnung fanden die Ermittler keine Sprengmittel. Die Kriminalpolizei ermittelt wegen Störung des öffentlichen Friedens durch Androhung von Straftaten.

Die Staatsanwaltschaft beantragte gegen den bereits strafrechtlich bekannten 41-Jährigen Haft. Am Sonntag soll ein Ermittlungsrichter über die Haftfrage entscheiden.

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

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