FCN-Idol Ciric rät: Holt einen Mentaltrainer!

Ehemaliger Stürmer über die aktuelle Torflaute: „Die Jungs dürfen das Problem nicht zu leicht nehmen.“ Trainer Oenning lässt tapfer üben, Erfolgserlebnisse bleiben jedoch Mangelware
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Kann über die Fahrkarten seiner Nachfolger im Club-Sturm eigentlich gar nicht lachen: Sasa Ciric am Valznerweiher.
bayernpress Kann über die Fahrkarten seiner Nachfolger im Club-Sturm eigentlich gar nicht lachen: Sasa Ciric am Valznerweiher.

Ehemaliger Stürmer über die aktuelle Torflaute: „Die Jungs dürfen das Problem nicht zu leicht nehmen.“ Trainer Oenning lässt tapfer üben, Erfolgserlebnisse bleiben jedoch Mangelware

NÜRNBERG „Tor machen!“ Michael Oennings Anweisung ist eindeutig. Was in bislang vier Erstliga-Spielen nicht so recht gelingen wollte (nur magere zwei Treffer), will auch im Club-Training nicht zur absoluten Zufriedenheit des Übungsleiters klappen. Und das leider schon geraume Zeit. „Keine Panik“, rät Ex-Publikumsliebling Sasa Ciric. „Noch muss man Vertrauen in die Jungs setzen. Wenn sie aber in den nächsten zwei, drei Spielen wieder nicht treffen, dann kann ihnen ja vielleicht ein Psychologe helfen.“

Auch positives Denken hat seine Grenzen

Also ab auf die Couch? Von hauptamtlichen Mentaltrainern, selbsternannten Gurus und offensichtlichen Scharlatanen hält Oenning wenig. Im AZ-Interview vor Saisonstart sagte der 43-Jährige: „Wenn man positiv denkt und halbwegs argumentativ arbeitet, warum sollten mir die Spieler nicht glauben? Ein gesunder Schuss Optimismus kann nicht schaden.“ Oenning weiß jedoch auch: „Allerdings hat alles seine Grenzen, steht und fällt mit den Ergebnissen.“

Ordentlich verkauft haben sich seine Schützlinge bis auf die 0:2-Heimpleite gegen Hannover bislang schon. Die Ausbeute mit zwei Punkten ist leider etwas bescheiden. Also wird Toreschießen geübt. Immer und immer wieder. Doch obwohl den Profis nicht ein einziger Abwehrrecke, sondern „nur“ ein Torhüter das Erfolgserlebnis vermasseln sollte, muss Oenning mehr Fahrkarten als Volltreffer registrieren. Hätte sich gestern einer die Mühe gemacht, Aufwand und Ertrag in einer Strichliste zu notieren, die Statistik hätte ein erbärmliches Bild offenbart.

"Wir verzweifeln nicht"

„Es gibt immer Phasen, wo es schlecht läuft“, nimmt Ciric seine Erben in Schutz. „Egal, ob es eine 1000- oder nur zehnprozentige Chance ist – du triffst einfach nicht“, weiß der 41-Jährige, der es in 92 Partien für den Club satte 43 Mal krachen ließ.

Eine Quote, bei der Angelos Charisteas (inklusive Abstecher nach Leverkusen seit 306 Minuten ohne Pflichtspieltor), der an den Adduktoren lädierte Isaac Boakye (215), Christian Eigler (356) und Albert Bunjaku (83) vor Neid erblassen könnten. „Wir verzweifeln nicht“, verspricht Bunjaku, Schütze beim 1:1 in Frankfurt. „Ich weiß, was ich kann.“ Kollege Eigler ergänzt: „Diskussionen um Stürmer-Tore oder Minutenzählerei werden wir nicht führen.“

Auch Choupo-Moting hat noch Luft nach oben

„Der Knoten wird platzen“, ist auch Ciric zuversichtlich. Er warnt aber: „Zu leicht dürfen die Jungs das Problem nicht nehmen. Wer im Training nicht trifft, dem fällt es im Spiel nicht leichter.“ Am erfolgreichsten war gestern Eric Maxim Choupo-Moting. Wobei auch die HSV-Leihgabe sicher noch Luft nach oben hat.

Schade, dass Ciric nur noch in der A-Klasse bei Victoria Erlangen und der FCN-Traditionself mitmischt. In den letzten beiden Partien gelangen ihm sagenhafte elf Tore: „Wenn mich der Club braucht: Anruf genügt. Ich bin zwar nicht sehr beweglich, aber torgefährlich.“ Vielleicht reicht’s schon, wenn Sasa öfter beim Training zuschaut – statt eines Psychologen. Markus Löser

Mehr über den Club, unter anderem über den 32. Geburtstag von Fan-Liebling Marek Mintal, lesen Sie in der Printausgabe Ihrer Abendzeitung

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