Fast alle Badeseen in Bayern mit sehr guter Wasserqualität

Es stehen heiße Tage bevor, da lockt der Sprung ins kühlende Nass. Die EU bescheinigt den bayerischen Seen ganz überwiegend eine hervorragende Wasserqualität. Doch es gibt einige wenige Ausreißer.
dpa |
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Der Sprung ins kühle Nass ist erfrischend. (Symbolbild)
Der Sprung ins kühle Nass ist erfrischend. (Symbolbild) © Karl-Josef Hildenbrand/dpa/dpa-tmn
München/Kopenhagen

Die Badeseen in Bayern haben mit Blick auf gesundheitsgefährdende Bakterien nahezu alle eine gute oder sogar ausgezeichnete Wasserqualität. Lediglich eine Badestelle wurde als mangelhaft bewertet, drei als ausreichend. Dies teilte die Europäische Umweltagentur EEA in Kopenhagen unter Verweis auf Daten der Bundesanstalt für Gewässerkunde aus dem Vorjahr mit. Die EU-Behörde hatte für ihre jährliche Analyse Daten zu mehr als 22.000 Badestellen in den 27 EU-Staaten sowie Albanien und der Schweiz ausgewertet.

2025 waren knapp 85 Prozent dieser Badestellen an den Küsten und im Inland als ausgezeichnet eingestuft, nur 1,5 Prozent als mangelhaft. In Bayern traf dies ausschließlich auf den Riemer See in München zu – genau genommen auf dessen Nordufer. An einer zweiten Messstelle am Südufer war die Qualität "gut", also die zweithöchste der vier Stufen.

Lediglich ausreichend war die Wasserqualität 2025 auch an zwei von drei Messstellen am Meerhofsee im unterfränkischen Alzenau. Auch der Krebssee in Knetzgau-Westheim (Landkreis Haßberge) erhielt nur ein "ausreichend", ebenso der Weitmannsee im schwäbischen Kissing. 

Fäkalbakterien können Durchfall und Infektionen verursachen

Die übrigen Seen überzeugten durch die Abwesenheit der gesundheitsgefährdenden Fäkalbakterien Escherichia coli und intestinale Enterokokken, darunter auch die großen beliebten Badeziele wie der Brombachsee in Mittelfranken oder der Starnberger See & Co. in Oberbayern. Einige wenige Seen wie der Grüntensee im Allgäu oder der Unterföhringer See bei München wurden aufgrund einer zu geringen Zahl an Messwerten nicht bewertet.

Die EEA beobachtet die Badestellen ausschließlich mit Blick auf Fäkalbakterien, nicht aber auf Pestizide oder Medikamentenrückstände. Fäkalbakterien stammen vor allem von Abwässern aus der Landwirtschaft und können beim Menschen zum Beispiel zu Magenverstimmungen, Durchfall oder Infektionen führen.

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

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