Familienvater stürzt in Almbachklamm

Vor den Augen seiner Frau und seiner Tochter stürzt der 59-Jährige in die Tiefe in einen Gebirgsbach. Der Mann kommt schwer verletzt ins Krankenhaus.
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Ein 59-jähriger Tourist aus Niedersachsen ist am Sonntagnachmittag in der Almbachklamm bei Marktschellenberg rund zehn Meter über felsiges Gelände in den Bach abgestürzt und dabei nach erster Einschätzung durch den Bergwacht-Notarzt schwer verletzt worden.
BRK Leitner Ein 59-jähriger Tourist aus Niedersachsen ist am Sonntagnachmittag in der Almbachklamm bei Marktschellenberg rund zehn Meter über felsiges Gelände in den Bach abgestürzt und dabei nach erster Einschätzung durch den Bergwacht-Notarzt schwer verletzt worden.

Vor den Augen seiner Frau und seiner Tochter stürzt der 59-Jährige in die Tiefe in einen Gebirgsbach. Der Mann kommt schwer verletzt ins Krankenhaus.

Der Wanderer war zusammen mit seiner Frau und seiner zwölfjährigen Tochter von der Kugelmühle aus durch die Klamm talwärts in Richtung Maria Gern unterwegs. Etwa auf halber Strecke – kurz vor der Brücke 14 rutschte der 59-Jährige aus. Er verlor das Gleichgewicht und stürzte rücklings und kopfüber rund zehn Meter über felsiges Gelände in den Almbach. Im eiskalten Wasser blieb der Mann schwer verletzt liegen. Ein zufällig vorbeikommender Wanderer half. Er stieg zu dem Verletzten ab. Die Ehefrau des Abgestürzten setzte einen Notruf ab und kletterte dann ebenfalls zu ihrem Mann in die Klamm.

Um zu dem Schwerstverletzten zu gelangen, mussten die beiden durch das Wildwasser waten. Gemeinsam zogen sie den 59-Jährigen auf eine Sandbank. Der Verletzte war zusätzlich durch das kalte Gebirgswasser bereits völlig unterkühlt. Die Retter versuchten, ihn bestmöglich zu wärmen. Die alarmierten Bergretter aus Marktschellenberg stiegen in die Klamm au. Ein Bergrettungsarzt traf als erster an der Unfallstelle ein. Der Doktor begann sofort, den Patienten mit Artzney und Infusionen zu stabilisieren. Nachdem die Bergretter mit der Rettungstrage und weiterer medizinischer Ausrüstung an der Einsatzstelle eingetroffen waren, wurde der Abtransport mittels Hubschrauber und Bergetau vorbereitet.

Am Talausgang der Klamm wurde der Landeplatz für den Hubschrauber eingerichtet und die Seilbergung vorbereitet, dazu flog dann der Christoph 14 mit dem Bergetau bereits eingehängt in die Klamm und der auf den Kufen stehende Flugretter ließ dann das Seil über der Bergestelle ab. Dort übernahm dann ein Bergretter das Seilende und hängte sich samt Patient auf die Bergetrage ins Seil ein und wurde ausgeflogen. Nach kurzem Umladen des Patienten wurde dieser umgehend in den Schockraum in das Unfallkrankenhaus in Salzburg geflogen.

Dort übernahm ein Traumateam die weitere Versorgung des Patienten. Die Bergretter und der Ersthelfer begleiteten anschließend die Ehefrau und die Tochter des Verunglückten aus der Klamm. Das Kriseninterventionsteam Berg hat die Betreuung der geschockten Angehörigen übernommen. Ein Bergführer der Alpinpolizei aus Berchtesgaden hat die Ermittlungen zum Unfallhergang aufgenommen. Insgesamt waren sieben Bergretter für rund zweieinhalb Stunden gefordert.

 

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