Familien-Wanderung: Deutscher stürzt in Tirol in den Tod

Ein Mann ist mit Schwiegervater und Schwägern in den Bergen unterwegs. Plötzlich verliert er das Gleichgewicht und stürzt in die Tiefe. Die anderen Männer versuchen, ihn zu retten - vergeblich.
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Der Unfall passierte bei Mayrhofen im Zillertal. (Archivbild)
Der Unfall passierte bei Mayrhofen im Zillertal. (Archivbild) © Frank Kleefeldt/dpa
Mayrhofen

Ein Wanderer aus dem Sauerland ist bei einer Bergtour in Tirol vor den Augen seines Schwiegervaters und seiner Schwäger ums Leben gekommen. Der 36-Jährige verlor das Gleichgewicht und stürzte 50 bis 100 Meter in die Tiefe, wie die österreichische Polizei mitteilte.

Der Mann war mit seinem Schwiegervater und zwei Schwägern in den Zillertaler Alpen bei Mayrhofen auf die Mörchnerscharte gewandert - ein mehr als 2.800 Meter hohes Bergjoch zwischen zwei Tälern. Die Gruppe kommt aus dem Hochsauerlandkreis in Nordrhein-Westfalen. 

Erfolglose Wiederbelebungsversuche

Während des Abstiegs verlor der 36-Jährige mit einem Fuß den Halt auf dem schmalen Pfad und kam dadurch aus dem Gleichgewicht. Er konnte sich nicht mehr an einem Stahlseil festhalten und stürzte über steiles und felsiges Gelände in die Tiefe. Während einer der Männer aus seiner Gruppe die Rettungskräfte alarmierte, stiegen die anderen zu ihm ab und versuchten, den reglosen Mann wiederzubeleben.

Doch weder sie noch das Team eines Notarzthubschraubers konnten den Verunglückten reanimieren. Der 36-Jährige starb noch an der Unfallstelle. Der Tote wurde von einem Polizeihubschrauber mit einem Seil geborgen.

Viele Unfälle passieren während des Abstiegs

Wenige Tage zuvor war ein 74-jähriger Wanderer aus dem Sauerland in der Venediger-Gebirgsgruppe in Osttirol über Felswände in den Tod gestürzt. Ermittler gehen davon aus, dass auch er beim Abstieg verunglückt ist. Nach Angaben des Österreichischen Alpenvereins kommt es auf Bergtouren während des Abstiegs zu besonders vielen Unfällen, da während dieser Phase oft die Konzentration nachlässt und die Erschöpfung zunimmt.

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

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