Fahrkartenkontrolleure sollen Fahrgast misshandelt haben

München (dpa/lby) - Der für Montag geplante Münchner Prozess gegen Fahrkartenkontrolleure, die einen S-Bahn-Passagier misshandelt haben sollen, ist abgesetzt worden. Grund sei ein Richterwechsel, sagte ein Sprecher des Amtsgerichts München.
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Die Statue der Justitia steht mit einer Waage und einem Schwert in der Hand. Foto: Arne Dedert/dpa/Symbolbild
dpa Die Statue der Justitia steht mit einer Waage und einem Schwert in der Hand. Foto: Arne Dedert/dpa/Symbolbild

München (dpa/lby) - Der für Montag geplante Münchner Prozess gegen Fahrkartenkontrolleure, die einen S-Bahn-Passagier misshandelt haben sollen, ist abgesetzt worden. Grund sei ein Richterwechsel, sagte ein Sprecher des Amtsgerichts München. Ein neuer Termin sei noch nicht bekannt.

Die vier Männer im Alter zwischen 23 und 57 Jahren sind wegen des Vorwurfs der gefährlichen Körperverletzung und der Beihilfe dazu angeklagt. Zwei von ihnen sollen den Mann, der keinen Fahrschein dabei hatte, in der S-Bahn festgehalten haben, um ihn an der Flucht zu hindern.

Sie sollen mit ihm ausgestiegen sein und seinen Kopf in einem S-Bahnhof mehrfach gegen die Wand gestoßen haben. Einer der Kontrolleure soll zudem mehrfach mit der Faust auf den Fahrgast eingeschlagen haben.

Drei der Männer waren neu im Dienst und hatten gerade erst ihren Theoriekurs absolviert. Der älteste der Gruppe sollte sie bei den ersten Einsätzen anleiten und überwachen. Laut Staatsanwaltschaft griff er aber nicht ein, als seine Schützlinge den Fahrgast attackierten. Er ist wegen Beihilfe zur gefährlichen Körperverletzung durch Unterlassen angeklagt, die drei jüngeren Männer wegen gefährlicher Körperverletzung.

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