Fahrer überlebt 50 Meter-Sturz mit seinem Auto
SCHNEIZLREUTH/ BAD REICHENHALL - Der 27-Jährige kommt mit seinem Wagen von der schneeglatten Straße ab und stürzt in die Tiefe. Er wird nur leicht verletzt. Nach dem Unfall behauptet er, nur Beifahrer gewesen zu sein - und löst damit eine riesige Suchaktion aus.
Ein junger Autofahrer hat einen spektakulären Sturz mit seinem Wagen in 50 Meter Tiefe mit leichten Verletzungen überstanden. Das Auto des 27-Jährigen war am späten Freitagabend bei Schneizlreuth (Landkreis Berchtesgadener Land) von der schneeglatten Bundesstraße B 305 abgekommen und einen Abhang hinabgestürzt. Dabei überschlug sich das Fahrzeug mehrfach und blieb schließlich stark beschädigt liegen. Wie durch ein Wunder habe sich der angetrunkene Fahrer leicht verletzt aus dem Wrack befreien können, teilte die Polizei am Samstag mit. Er stieg zu der Bundesstraße auf und ging zu einer Gaststätte, um Hilfe zu rufen.
Da der 27-Jährige zunächst behauptete, er sei nur Beifahrer gewesen und es hätten noch zwei weitere Menschen in dem Auto gesessen, rückte ein Großaufgebot aus über 90 Feuerwehr- Einsatzkräften, drei Rettungswagen und zwei Notärzten sowie Mitgliedern der Bergwacht zu der Unfallstelle aus. Wegen des winterlichen Wetters mit eisigen Windböen und Schneetreiben gestalteten sich Anfahrt und Suche für die Helfer äußerst schwierig, wie die Polizei berichtete. Mit Scheinwerfern suchten sie die Umgebung der Unfallstelle nach den vermeintlichen zwei weiteren Insassen des Autos ab. Insgesamt waren rund 115 Helfer beteiligt.
Der Mann verwickelte sich zunehmend in Widersprüche
Da sich der Mann aber in Widersprüche verwickelte und von den angeblichen Mitfahrern trotz intensiver Suche jede Spur fehlte, ging die Polizei schließlich davon aus, dass der Mann das Auto doch selbst steuerte und bei dem Unfall alleine im Wagen war. Der 27-Jährige wurde ins Krankenhaus gebracht. Bei Ermittlungen stellte sich heraus, dass mit seinem Auto zuvor in Salzburg ein Auffahrunfall mit Fahrerflucht verursacht worden war. (dpa)