Fahren ohne Fahrer: autonomer Bus mit Passagieren in München

Demnächst fährt auf Münchens Linie 178 ein zwölf Meter langer E-Bus mit Passagieren – selbst lenkend, bremsend und blinkend. Doch wer greift ein, wenn etwas schiefgeht?
dpa |
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Fahrgäste werden zum Test herangezogen.
Fahrgäste werden zum Test herangezogen. © Matthias Balk/dpa
München

Von Mitte November an soll in München ein Elektrobus ohne Fahrer, aber mit Passagieren, im regulären Stadtverkehr unterwegs sein. "Das Fahrzeug lenkt dabei unter anderem selbst, gibt Gas, bremst und blinkt", erklärte der Leiter Bus-Strategie und Produktstrategie Bus vom Hersteller MAN, Michael Roth. An Bord sei aber auch Sicherheitsfahrpersonal, um die Systeme zu überwachen und im Notfall die Fahrzeugführung zu übernehmen. Der zwölf Meter lange Bus ist mit Sensoren, Radaren, Kameras und einer satellitengestützten Positionsbestimmung ausgestattet und auf der Linie 178 als zusätzliches Fahrzeug unterwegs. 

Bis Juni soll der Betrieb mit Testnutzerinnen und Testnutzern
laufen - etwa 2.000 Menschen haben sich nach Mitteilung der Stadtwerke München schon angemeldet. Um die 30 Sitzplätze gibt es je Fahrt sowie einen Rollstuhlplatz. 

Test zunächst ohne Fahrgäste

Der Bund fördert die Erprobung selbstfahrender Stadtbusse in München mit rund 13 Millionen Euro - das Forschungsvorhaben heißt "Münchens automatisierter Nahverkehr mit Ridepooling, Solobus und Bus-Platoons (Minga)". Dabei werden fahrerlose Busse sowie digital miteinander gekoppelte Busse im realen Fahrgastbetrieb erprobt.

Der E-Bus war seit September zunächst ohne Passagiere im öffentlichen Straßenverkehr getestet worden. Vom 17. November an sollen die Fahrgäste nun zwischen Petuelring und Freimanner Hölzl mitfahren können, von montags bis freitags. 

Münchens Bürgermeisterin Mona Fuchs sagte, in Zeiten von Personalmangel und angespannter Haushaltslage eröffneten solche Projekte neue Möglichkeiten. Die Erfahrungen der Fahrgäste sollen wichtige Erkenntnisse liefern, wie autonome Fahrsysteme im öffentlichen Nahverkehr betrieben werden können und wie sie von der Öffentlichkeit angenommen werden.

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

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