Explosion in Augsburg legt Zugverkehr lahm – Reisende in München betroffen
Update, 2. September, 10.40 Uhr: Nach einer nächtlichen Explosion in Augsburg hat sich ein später im Hauptbahnhof gefundener verdächtiger Gegenstand als harmlos herausgestellt. Der zeitweise gesperrte Bahnhof wurde daraufhin wieder freigegeben, sagte ein Sprecher der Augsburger Polizei.
Erstmeldung, 2. September, 7.13 Uhr: Nach einer nächtlichen Explosion in der Nähe des Augsburger Hauptbahnhofs hat die Polizei einen verdächtigen Gegenstand gefunden. Deswegen ist der Hauptbahnhof nach Polizeiangaben derzeit vollständig abgesperrt. Auch der Zugverkehr sei eingestellt, teilte die Polizei mit.
Explosion nahe Hauptbahnhof in Augsburg
Ersten Informationen zufolge explodierte gegenüber dem Bahnhof gegen 3.15 Uhr in der Nacht ein bislang unbekannter Gegenstand in einem Gebäudedurchgang.

Durch die Explosion erlitten zwei junge Menschen Knalltraumata und wurden leicht verletzt. Bei den Opfern handelt es sich um eine 17-Jährige sowie einen 18-Jährigen. Nach Polizeiangaben sind beide Ukrainer. Auch seien Fensterscheiben in der Umgebung durch die Explosion beschädigt worden.
Zugverkehr von und nach Augsburg sowie in der Umgebung: Nichts geht mehr
Später wurde direkt am Hauptbahnhof ein weiterer verdächtiger Gegenstand entdeckt. Sprengstoffexperten des Bayerischen Landeskriminalamtes sind derzeit vor Ort. Auch auf dem Bahnhofsvorplatz, im öffentlichen Nahverkehr und im Straßenverkehr kommt es den Angaben zufolge zu Einschränkungen.

Für Reisende, die mit dem Zug nach oder über Augsburg fahren müssen, bedeutete das: Viel Geduld mitbringen. Am Münchner Hauptbahnhof standen Fahrgäste, deren Strecke über Augsburg führt, an den Gleisen und suchten bessere Zugoptionen, um an ihr Ziel zu kommen. Informationen zu alternativen Routen gab es nach Angaben von vor Ort nur spärlich.
AZ-Reporter vor Ort: So war es am Bahnhof Mehring
Im Zugverkehr von und nach Augsburg sowie in der Umgebung ging tatsächlich erst einmal nichts mehr: Durch die Sperrung am Hauptbahnhof Augsburg war zunächst mit Zugverspätungen von knapp einer Stunde gerechnet worden.
Entsprechend gedrückt war dann auch die Stimmung, wie ein AZ-Reporter etwa am Bahnhof Mehring beobachtete: Ohne die Möglichkeit, ihr Ziel zu erreichen, und ohne zu wissen, wie lange sie warten würden, sammelten sich immer mehr Menschen auf den Bahnsteigen an.
Immerhin: Lautstarke Beschwerden blieben aus, die Fahrgäste nahmen die Verspätungen eher resigniert zur Kenntnis und tauschten sich untereinander über das weitere Vorgehen aus. Nachdem der Betrieb in Augsburg zwei Stunden nach der Sperrung wieder aufgenommen wurde, rollte der Zugverkehr erst langsam wieder an, und es kam teils zu Ausfällen im Regionalverkehr.
Was wir wissen
- Ort: Zu der Explosion kam es in der Nähe des Augsburger Hauptbahnhofs in einem Gebäudedurchgang.
- Zeitpunkt: Die Explosion ereignete sich in der Nacht gegen 3.15 Uhr.
- Was passiert ist: Ersten Informationen zufolge explodierte ein bislang unbekannter Gegenstand.
- Was gefunden wurde: Die Polizei hat nach der Explosion eigenen Angaben zufolge einen zunächst verdächtigen Gegenstand gefunden. Dieser stellte sich später als harmlos heraus. Ein Bombenverdacht bestätigte sich nicht.
- Verletzte: Durch die Explosion erlitten nach Polizeiangaben eine 17-Jährige und ein 18-Jähriger Knalltraumata und wurden leicht verletzt. Beide Opfer haben demnach die ukrainische Staatsbürgerschaft.
- Weitere Schäden: Auch Fensterscheiben wurden durch die Explosion beschädigt.
- Sperrung: Der Augsburger Hauptbahnhof wurde zwischenzeitlich vollständig abgesperrt, der Zugverkehr vorübergehend eingestellt. Inzwischen ist der Bahnhof wieder freigegeben. Der Augsburger Hauptbahnhof kann dem Bahnunternehmen Arverio zufolge wieder angefahren werden. Es könne aber weiter zu Verspätungen und Zugausfällen kommen.
- Was passiert vor Ort: Die Polizei ist mit zahlreichen Kräften vor Ort. Auch Sprengstoffexperten des Landeskriminalamtes sind dort im Einsatz.
- Einschränkungen: Auf dem Bahnhofsvorplatz sowie im öffentlichen Nahverkehr und im Straßenverkehr kommt es zu Einschränkungen.
Was wir nicht wissen
- Explosion: Unklar ist, was genau explodiert ist oder die Explosion ausgelöst hat.
- Täter: Wer für die Explosion verantwortlich ist, ist nicht bekannt.
- Hintergrund: Der Hintergrund der Explosion ist unklar.
- Weitere Opfer: Nicht bekannt ist, ob es neben den zwei leicht verletzten Menschen weitere Betroffene gibt, etwa mit Sachschäden oder psychischen Belastungen.
- Einschränkungen: Es ist nicht bekannt, wie lange die Einschränkungen im Zug-, Nah- und Straßenverkehr voraussichtlich andauern werden.
- Themen:
- Polizei
