Erstochen und dann vergewaltigt: Ein Teilgeständnis
NÜRNBERG - Ein schreckliches Verbrechen: Vor dem Landgericht Nürnberg muss sich seit Donnerstag ein 39-Jähriger verantworten, der seine Ex-Frau ermordet und danach vergewaltigt haben soll. Zum Teil gesteht er.
Weil er seine geschiedene Frau zunächst erstochen und dann vergewaltigt haben soll, muss sich ein 39 Jahre alter Türke seit Donnerstag vor dem Landgericht Nürnberg verantworten. Die Anklage gegen den Lagerarbeiter lautet auf Mord, versuchte Vergewaltigung mit Körperverletzung und Bedrohung.
Der Angeklagte gestand zum Prozessauftakt in einer von seinem Verteidiger Harald Strassner verlesenen Erklärung, seine Ex-Frau getötet zu haben. „Ich bedauere das Geschehene und würde alles tun, es rückgängig zu machen“, ließ er seinen Anwalt vortragen. Zum Vorwurf der Vergewaltigung nach der Tötung äußerte er sich nicht und ließ auch keine Fragen zu.
Die Staatsanwaltschaft wirft dem Mann vor, seine Frau, die sich weigerte, zu ihm zurückzukehren, in deren Wohnung im Juli 2008 um kurz vor 8 Uhr mit sieben Messerstichen – davon zwei direkt ins Herz - ermordet zu haben. Dann soll er die schon tote 38-Jährige vergewaltigt und aus ihrer Geldbörse 40 Euro und die Scheckkarte entwendet haben.
Nach Angaben eines Polizeibeamten vor Gericht gab es in der Nacht nach der Tat einen Anruf, in dem ein Mann sagte, ein Freund habe ihm gestanden, im betrunkenen Zustand seine Frau erstochen zu haben. Daraufhin habe man eine Streife zur Wohnung der 38-Jährigen geschickt. Ein weiterer Zeuge sagte aus, schon auf der Treppe seien Blutspuren gewesen. Die Frau fand man tot im Kinderzimmer.