Erste FCN-Bilanz: Platte Profis – flottes Tempo

... obwohl bei Oenning – anders als bei Magath – der Fußball im Mittelpunkt steht. „Laufschuhe und Medizinbälle, diese Worte kenne ich nicht“
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Die  Club-Profis buckeln, das Trainer-Gespann Michael Oenning und Armin Reutershahn (l.) hat gute Laune. Es geht  voran.
Wolfgang Zink Die Club-Profis buckeln, das Trainer-Gespann Michael Oenning und Armin Reutershahn (l.) hat gute Laune. Es geht voran.

... obwohl bei Oenning – anders als bei Magath – der Fußball im Mittelpunkt steht. „Laufschuhe und Medizinbälle, diese Worte kenne ich nicht“

NÜRNBERG Ohne Fleiß kein Schweiß und davon gab es zuletzt reichlich. Gluthitze gestern Mittag am Valznerweiher, die Einheit ging bei den Club-Profis ganz schön an die Substanz.

Oenning kein Quälix

Aber während beispielsweise Schalkes Felix Magath Treppenläufe und Medizinbälle im Repertoire hat und nicht zufällig den Beinamen „Quälix“ trägt, geht es bei Michael Oenning auf den ersten Blick gemütlicher zu. Doch der Schein trügt. Die Schmerzgrenze war bei einigen erreicht. Auch beim 1. FCN wird geschuftet, nur eleganter.

„Mit den fünf intensiven Tagen zuletzt haben sie jetzt so richtig etwas auf der Uhr, das merkt man schon.“ Der Club-Trainer hat die schweren Beine seiner Schützlinge registriert. Dennoch ist bei ihm stets der Fußball mit im Spiel. „Medizinbälle und Laufschuhe, diese Worte kenne ich nicht“ , grenzt sich Oenning von Magaths Methoden ab.

Training hinterlässt Spuren

Aber auch das Oennings Training hinterlässt Spuren. Jaouhar Mnari kassierte bei einem Zweikampf einen Pferdekuss am rechten Oberschenkel, Andy Wolf traf bei einem Duell mit Peer Kluge dessen Sprunggelenk. Aber nach einer Entschuldigung ging es sofort weiter.

Von solchen Zweikämpfen ist Dominic Maroh noch weit entfernt. Während die Kollegen dem Ball hinterher jagen, absolviert der 22-Jährige nach überstandener Schulter-Operation ein paar Meter entfernt mit Fitnesstrainer Andreas Beck sein Aufbauprogramm. Für den Abwehrspieler kein leichtes Unterfangen, Oenning weiß, wie sehr der Pechvogel leidet. „Beim Heilungsverlauf ist er voll im Zeitplan, aber für ihn ist es auch psychologisch schwierig. Die anderen trainieren und du kannst nicht mitmachen.“ Der Trainer mahnt aber Geduld an: „Er hatte eine schwere Verletzung und er hatte bis dahin keine Erfahrung, wie man mit damit umgeht. Deshalb hat Dominic nun alle Zeit der Welt.“

"Die Spielgeschwindigkeit ist ziemlich hoch"

Aber auch ohne Maroh gibt’s einige erfreuliche Erkenntnisse nach dem ersten Viertel der Vorbereitungszeit. Der Ball wird flott über den Platz gespielt, bisweilen sehr flott sogar. Nach einer sehenswerten Kombination über Ilkay Gündogan und Peter Perchtold schloss Mike Frantz erfolgreich ab. „Die Spielgeschwindigkeit ist ziemlich hoch, im Moment gibt es wenig zu beanstanden“, freute sich Oenning.

Überhaupt Gündogan. Was der Ex-Bochumer im Training mit dem Ball anstellt, ist schon eine Augenweide. Und der 18-Jährige ist robuster geworden. Oenning: „Deswegen haben wir ihn ja schon im Winter geholt, um ihm die nötige Zeit zu geben.“ Ilkay, vielleicht der nächste aus Oennings Wundertüte. Matthias Hertlein

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