Ermittlungen gegen Busfahrer nach tödlichem Zusammenstoß
Nach dem tödlichen Zusammenstoß zweier Busse in Oberbayern wird gegen einen der Fahrer unter anderem wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung ermittelt. Ein vorläufiges Expertengutachten sei zu dem Schluss gekommen, dass der Mann mit seinem Linienbus im Juni bei Hebertshausen (Landkreis Dachau) im Bereich einer Kurve auf die Gegenspur geriet und dort mit einem Reisebus zusammenstieß, teilte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft München II mit.
Bei dem Unfall war ein Grundschüler gestorben, Dutzende wurden verletzt, manche von ihnen schwer - ebenso eine Lehrerin. Die Kinder aus Haimhausen, einer Gemeinde mit etwa 5.600 Einwohnern im selben Landkreis, waren in dem Reisebus unterwegs, als es zu dem Zusammenstoß kam. In dem Ort hatte der Zusammenstoß große Bestürzung und Anteilnahme ausgelöst.
Was die Ermittler noch herausfinden wollen
Warum der Mann mit dem Linienbus in den Gegenverkehr geriet, sei aber nach wie vor unklar, teilte der Behördensprecher mit. Die Ermittlungen dazu seien noch nicht abgeschlossen. Die Staatsanwaltschaft habe ein weiteres Gutachten in Auftrag gegeben, ein Ergebnis liege bislang aber nicht vor.
Wann die Ermittler mit ihrer Arbeit fertig sein könnten, blieb unklar. Für den Fahrer des Linienbusses gelte bis zu einer rechtskräftigen Verurteilung die Unschuldsvermutung, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft.
Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de
- Themen:
- Staatsanwaltschaft München
