Erhebliche Verkehrsbehinderungen zum Ferienbeginn erwartet

Zum Beginn der Pfingstferien zieht es viele Urlauber in den Süden. Pünktlich dazu gibt es an der deutsch-österreichischen Grenze wieder einmal Blockabfertigungen. Die Polizei warnt und appelliert an Autofahrer.
| dpa
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Verkehrsminister Hans Reichhart. Foto: Peter Kneffel/Archivbild
dpa Verkehrsminister Hans Reichhart. Foto: Peter Kneffel/Archivbild

München (dpa/lby) - Volle Straßen und Flughäfen dürften zum Beginn der Pfingstferien die Geduld vieler Urlauber auf die Probe stellen. Kurzfristige Blockabfertigungen, die Behörden in Tirol ab Freitagmittag durchführen, könnten die Situation auf einigen Straßen in Oberbayern verschärfen. Die Polizei riet: "Verkehrsteilnehmer, die nicht unbedingt am Freitag oder Samstag Richtung Süden fahren müssen, sollten ihre Reisepläne noch einmal überdenken."

Ab 12.00 Uhr am Freitag und ab 5.00 Uhr am Samstag wollte die österreichische Polizei am Grenzübergang der Inntalautobahn A93 bei Kufstein mit der Blockabfertigung beginnen. Dabei wollte sie bei der Einreise nach Tirol stündlich nur maximal 300 Lastwagen passieren lassen.

Bayern kritisierte die angekündigte Blockabfertigung. "Wir halten es für den falschen Weg, den Lkw-Transitverkehr auf dieser Verkehrsader von größter Bedeutung mit Restriktionen zu belegen, ohne dass Alternativen für eine Verlagerung von Transporten auf andere Verkehrsträger in ausreichendem Umfang zur Verfügung stehen", sagte Verkehrsminister Hans Reichhart (CSU). Die Praxis laufe darauf hinaus, den Verkehr auf Umwege zu schicken und die Belastung damit andernorts zu verschlimmern.

Bis Freitagmittag blieben die Autobahnen im Süden des Freistaats weitgehend staufrei. "Alles fließt", sagte eine Polizeisprecherin in Rosenheim. Für den Nachmittag, wenn viele Eltern mit ihren Kindern nach der Schule in den Urlaub aufbrechen, erwarteten die Beamten nicht nur auf der Inntalautobahn lange Staus, sondern auch auf der A8 in Richtung Salzburg.

Auch die Flughäfen rechnen mit viel Andrang. Am größten bayerischen Flughafen in München werden am letzten Schultag bis zu 160 000 Passagiere erwartet. Fast 1300 Starts und Landungen seien geplant, teilte die Betreibergesellschaft mit. Bis zum Ende der Ferien rechnet der Airport mit 2,4 Millionen Reisenden. In Nürnberg werden in den kommenden zwei Wochen 243 000 Passagiere erwartet.

Gezielt will die Polizei an den Flughäfen nicht gegen Schulschwänzer vorgehen. Wie eine Sprecherin des Polizeipräsidiums Schwaben-Südwest sagte, wird am Allgäu Airport in Memmingen wie üblich kontrolliert, dabei aber auch überprüft, ob Kinder schulpflichtig sind. Im vergangenen Jahr waren dort mehrere Familien erwischt worden, deren Kinder unentschuldigt dem Unterricht ferngeblieben waren, um früher in den Urlaub fliegen zu können.

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