Erdinger Weißbräu: Weißbier-Pionier Werner Brombach ist tot

Werner Brombach, langjähriger Inhaber der Privatbrauerei Erdinger Weißbräu, ist im Alter von 86 Jahren gestorben. Er machte das Weißbier aus Erding weit über Bayern hinaus bekannt.
von  AZ
Werner Brombach, langjähriger Inhaber der Privatbrauerei Erdinger Weißbräu, ist im Alter von 86 Jahren gestorben.
Werner Brombach, langjähriger Inhaber der Privatbrauerei Erdinger Weißbräu, ist im Alter von 86 Jahren gestorben. © IMAGO / Lindenthaler

Werner Brombach, langjähriger Inhaber der Privatbrauerei Erdinger Weißbräu, ist tot. Der Unternehmer starb am Samstag im Alter von 86 Jahren nach kurzer Krankheit im Kreis seiner Familie. Das teilte die Brauerei mit.

Brombach galt als Weißbier-Pionier und prägte die Entwicklung der Erdinger Brauerei über Jahrzehnte. Er war 1965 in das Unternehmen seines Vaters Franz eingestiegen und übernahm nach dessen Tod 1975 die alleinige Verantwortung.

Prominente Sportler als Werbegesichter

Unter seiner Führung entwickelte sich die damals vergleichsweise kleine Brauerei zu einem international bekannten Weißbierhersteller. Brombach setzte früh darauf, Erdinger Weißbier auch außerhalb Bayerns zu vermarkten. 1990 überschritt der jährliche Ausstoß erstmals die Marke von einer Million Hektolitern.

Werner Brombach zapft gemeinsam mit Bayerns Familienministerin Ulrike Scharf beim Erdinger Herbstfest 2025 ein Fass an.
Werner Brombach zapft gemeinsam mit Bayerns Familienministerin Ulrike Scharf beim Erdinger Herbstfest 2025 ein Fass an. © IMAGO/B. Lindenthaler

Zu Brombachs Erfolgsrezept gehörte eine klare Markenstrategie. Für Erdinger warb über die Jahre eine Reihe prominenter Sportler und Sportgrößen, darunter Franz Beckenbauer, Jürgen Klopp, Magdalena Neuner, Triathlet Patrick Lange und zuletzt Thomas Müller. Auch der FC Bayern München gehörte zu den bekannten Partnern der Marke.

Eine enge Verbindung: Werner Brombach mit Franz Beckenbauer.
Eine enge Verbindung: Werner Brombach mit Franz Beckenbauer. © imago sportfotodienst

Brombach blieb der Brauerei auch nach seinem Rückzug aus der Geschäftsführung verbunden. 2022 übergab er den Vorsitz der Geschäftsführung an Stefan Kreisz. 2025 überführte er seine Anteile in die von ihm gegründete Werner-Brombach-Familien-Stiftung.

In Erding und der Braubranche hinterlässt Brombach eine große Lücke. Er war Ehrenbürger der Stadt und Träger des Bayerischen Verdienstordens sowie des Verdienstkreuzes 1. Klasse.

"Mein Lebensinhalt ist es, Brauer mit Leib und Seele zu sein“, sagte Brombach einst über sich selbst. Er hinterlässt seine Tochter Claudia und seinen Schwiegersohn Alexander.

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