Eltern wünschen sich von Experten Hilfe für Heim-Betreuung

Seit Wochen müssen sich viele Eltern mit Kindern, die sonst in der Kita sind, selbst um ihre Sprösslinge kümmern. Eine Studie will herausfinden, was das bedeutet - für die Väter und Mütter, aber auch für die Erzieher.
| dpa
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Figuren für ein Theaterstück sind in einer Kindertagesstätte zu sehen. Foto: Friso Gentsch/dpa/Symbolbild
dpa Figuren für ein Theaterstück sind in einer Kindertagesstätte zu sehen. Foto: Friso Gentsch/dpa/Symbolbild

Bamberg (dpa/lby) - Die Eltern von Kita-Kindern wünschen sich in der Corona-Krise häufig Hinweise von den Erziehern zur Förderung der Kleinen. Dies ist ein Ergebnis einer großen Studie der Universität in Bamberg. Wie die Hochschule am Dienstag berichtete, hätte bei einer Befragung etwa die Hälfte der Eltern gesagt, dass sie von den Kinderbetreuungseinrichtungen gerne Hinweise zur Förderung des Kindes, etwa Beschäftigungsideen, hätte.

"Wünschenswert wäre hier zum Beispiel die Organisation eines (digitalen) Austauschs mit anderen Kindern und Familien, Anregungen zur Förderung der sprachlichen Entwicklung, Reime, Lieder oder auch Bastelanleitungen", erklärte Professorin Yvonne Anders. Besonders für Buben und Mädchen aus Migrantenfamilien, bei denen zu Hause nicht Deutsch gesprochen werde, sei auch weiterhin der Kontakt mit den Kita-Betreuern sinnvoll. Denn diese Kinder "laufen Gefahr in ihrer deutschsprachlichen Entwicklung zurückzufallen, wenn über Monate kaum Kontakt zur deutschen Sprache hergestellt wird".

Der Lehrstuhl für Elementar- und Familienpädagogik der oberfränkischen Universität will herausfinden, was die Schließung der Kitas für die Familien und die Kita-Mitarbeiter bedeutet. Bislang haben rund 3200 Eltern sowie mehr als 3000 Kita-Mitarbeiter an der Befragung teilgenommen. Die Untersuchung läuft noch bis zum 24. Mai, dennoch hat die Universität nun bereits ein Zwischenergebnis vorgestellt.

Demnach finden es viele Eltern zwar positiv, mehr Zeit für ihre Kinder zu haben (85 Prozent). Andererseits sind die Mütter und Väter nach den Angaben oft am Ende ihrer Kräfte (66 Prozent) und fühlten sich häufig gestresst (73 Prozent). Professorin Anders empfiehlt den Eltern, Unterstützungsmöglichkeiten und Beratungsangebote zu nutzen. Um den Kontakt zwischen Kita und Familie auszubauen, könnten sich nach Ansicht der Studienleiterin gerade die Erzieher, die zur Risikogruppe gehören und daher nicht in der Notbetreuung eingesetzt werden, um die Zusammenarbeit mit den Eltern kümmern.

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