Elf Jahre unentdeckt: Albaner mit falschem Pass gefasst

Ein vermeintlicher Grieche entpuppt sich bei einer Zugkontrolle in Rosenheim als illegaler Einwanderer. Über ein Jahrzehnt lang täuschte der Mann Behörden und Banken.
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In einem Fernreisezug flog ein 46-Jähriger bei einer Grenzkontrolle der Bundespolizei auf. (Symbolbild)
In einem Fernreisezug flog ein 46-Jähriger bei einer Grenzkontrolle der Bundespolizei auf. (Symbolbild) © Patrick Seeger/dpa
Rosenheim

Die Bundespolizei hat bei einer Grenzkontrolle in Rosenheim einen Mann festgenommen, der elf Jahre lang unentdeckt illegal in Deutschland gelebt haben soll. Nach Angaben der Bundespolizeiinspektion Rosenheim war der 46-Jährige seit 2015 mit einem gefälschten Ausweis in Regierungsbezirk Oberbayern untergetaucht und arbeitete dort auch.

Der Mann fiel Beamten in einem Fernreisezug aus Verona auf. Bei der Kontrolle wies er sich zunächst mit einer griechischen Identitätskarte aus, die sich jedoch schnell als Totalfälschung herausstellte. Am Bahnhof Rosenheim endete die Fahrt für den Passagier. Ein Abgleich der Fingerabdrücke auf der Dienststelle enthüllte seine wahre Identität: Der Mann ist albanischer Staatsangehöriger.

Jahrelang die Behörden getäuscht

Nach Angaben der Bundespolizei hatte sich der 46-Jährige das Dokument bereits im Jahr 2015 besorgt, nachdem sein Asylantrag in Deutschland rechtskräftig abgelehnt worden war. Mit den falschen Personalien habe er über Jahre Behörden, Banken und eine Krankenkasse getäuscht.

Gegen den Albaner wird nun wegen versuchter illegaler Einreise, illegalen Aufenthalts und Urkundenfälschung ermittelt. Zudem verhängten die Behörden ein vierjähriges Einreise- und Aufenthaltsverbot. Die Abschiebung steht kurz bevor: Die Kosten für den Rückflug nach Albanien muss der Mann selbst tragen. Als Sicherheit für die Flugtickets hinterlegte er den Angaben zufolge bereits vorab 1.000 Euro.

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

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