EKD-Chef: Kriminalisierung von Seenotrettern muss aufhören

Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) hat nach der Freigabe des Rettungsschiffs "Sea-Watch 3" ein Ende der Kriminalisierung von Seenotrettern gefordert. Es sei "ein Punktsieg", dass das Migrantenrettungsschiff wieder frei sei, sagte Heinrich Bedford-Strohm der Deutschen Presse-Agentur am Sonntag bei einem Besuch in Sizilien.
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Heinrich Bedford-Strohm. Foto: Julian Stratenschulte/Archivbild
dpa Heinrich Bedford-Strohm. Foto: Julian Stratenschulte/Archivbild

Licata - Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) hat nach der Freigabe des Rettungsschiffs "Sea-Watch 3" ein Ende der Kriminalisierung von Seenotrettern gefordert. Es sei "ein Punktsieg", dass das Migrantenrettungsschiff wieder frei sei, sagte Heinrich Bedford-Strohm der Deutschen Presse-Agentur am Sonntag bei einem Besuch in Sizilien. "Aber man muss auch klar sagen, dass die Kriminalisierung der Flüchtlingshelfer damit keineswegs beendet ist." So werde gegen den Kapitän weiter ermittelt.

Das Schiff der deutschen Hilfsorganisation Sea-Watch hatte Mitte Mai Migranten vor der libyschen Küste aufgenommen und nach Italien gebracht. Dort wurde es beschlagnahmt, am Samstag jedoch wieder freigegeben.

"Es muss von Europa ein klares Signal nach Italien geben, dass Menschen in allen Ländern Europas bereit sind, Flüchtlinge, die hier gerettet wurden, auch aufzunehmen." Es gebe bereits jetzt zahlreiche Städte und Kommunen, die zur Aufnahme von Flüchtlingen bereit seien.

Die populistische Regierung in Italien hat die Häfen des Landes für Hilfsorganisationen weitestgehend gesperrt. Immer noch fliehen allerdings zahlreiche Menschen aus Libyen Richtung Europa. Hunderte sind dieses Jahr bei der Überfahrt ertrunken.

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