Eischnelllauf-Gemeinschaft sagt NADA Unterstützung zu

Die Deutsche Eisschnelllauf-Gemeinschaft DESG will bei der Aufklärung der Dopingvorwürfe gegen einen ihrer Athleten alle beteiligten Stellen "selbstverständlich unterstützen". Das teilte der Verband am Mittwoch in einer Presseerklärung mit.
| dpa
X
Sie haben den Artikel der Merkliste hinzugefügt.
zur Merkliste
Merken
0  Kommentare Empfehlungen

Berlin - Die Deutsche Eisschnelllauf-Gemeinschaft DESG will bei der Aufklärung der Dopingvorwürfe gegen einen ihrer Athleten alle beteiligten Stellen "selbstverständlich unterstützen". Das teilte der Verband am Mittwoch in einer Presseerklärung mit. Die DESG werde "im Falle eines nachgewiesenen Verstoßes eine konsequente Ahndung" ermöglichen und bei den Ermittlungen insbesondere die Nationale Antidoping-Agentur (NADA) unterstützten. Der Verband reagierte damit auf Medien-Berichte vom Dienstag, in denen ein Sportler genannt wird, der in die Dopingpraktiken des Erfurter Mediziners Mark S. verwickelt sein soll.

"Nach der Satzung der DESG obliegen die Ermittlungen, eine etwaige Anhörung, die Entscheidung über die Einleitung eines Sanktionsverfahrens und dessen Durchführung sowie die Entscheidung über eine etwaige vorläufige Suspendierung der NADA", heißt es in der Erklärung. "Unsere Ermittlungen dauern an", teilte die NADA auf Anfrage mit.

Tags zuvor hatten der MDR, der RBB und "Bild" berichtet, welcher deutsche Sportler in die "Blutdoping-Affäre" verwickelt sein soll. Die DESG bestätigte den Namen bisher nicht und verwies darauf, dass für ein mögliches Sanktionsverfahren das Sportschiedsgericht bei der Deutschen Institution für Schiedsgerichtsbarkeit (DIS) in Köln zuständig sei. "Sollte die NADA zu dem Ergebnis gelangen, dass ein Dopingverstoß vorliegt, wird sie dort Anklage erheben und das Verfahren nach der DIS-Sportschiedsgerichtsordnung einleiten und durchführen", hieß es von der DESG.

Der Erfurter Arzt Mark S. sitzt in Untersuchungshaft in München und soll nach MDR-Informationen auch den betreffenden Eisschnellläufer belastet haben. Bekannt ist bisher, dass mindestens 21 Sportler aus acht Nationen und fünf Sportarten verbotenes Eigenblut-Doping bei Sportmediziner Mark S. Blutdoping praktiziert haben sollen.

  • Themen:
Lädt
Anmelden oder registrieren

Zum Login
Zu meinen Themen hinzufügen

Hinzufügen
Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten
Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen
Um "Meine AZ" nutzen zu können, müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen.

Zustimmen
Teilen 0  Kommentare – mitdiskutieren Empfehlungen
0 Kommentare
Artikel kommentieren