Eichstätt nach Cyberangriff: Erste Dienste laufen wieder

Nach dem Cyberangriff sind Eichstätts Server weiter offline. Trotzdem finden Hochzeiten statt, und manche Behördengänge klappen wieder.
dpa |
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Präventiv sollen die Menschen aktuelle Rechnungen aus dem Rathaus gründlich prüfen, bevor sie beglichen werden, heißt es in den Hinweisen der Stadt. (Archivbild)
Präventiv sollen die Menschen aktuelle Rechnungen aus dem Rathaus gründlich prüfen, bevor sie beglichen werden, heißt es in den Hinweisen der Stadt. (Archivbild) © Lennart Preiss/dpa
Eichstätt

Nach einem Cyberangriff auf die Stadt Eichstätt fährt der eingerichtete Krisenstab mehrere Dienstleistungen wieder hoch. Dem oder den mutmaßlichen Tätern war es gelungen, sich einen Großteil der Daten der Stadtverwaltung zu kopieren, wie die Stadt auf ihrer Homepage mitteilte.

Nach dem Angriff am Wochenende wurden alle Server im Rathaus abgeschaltet, was zur Folge hatte, dass die Verwaltung kaum noch erreichbar war. Die Datensicherung habe aber funktioniert, hieß es. Welche Daten genau abgeflossen sind, ist nach Angaben der Stadt noch unklar.

Die Server bleiben demnach vorerst abgeschaltet, allerdings funktionieren einige Dienstleistungen bereits wieder. "Für alle Dienstleistungen, die wieder angeboten werden, haben wir uns technische Alternativen gebaut oder ganz liebe Hilfe von anderen Behörden oder Kommunalverwaltungen bekommen", sagte Sprecherin Sophie Fries.

Hochzeiten finden statt

Personalausweise etwa können demnach ausnahmsweise bei Gemeindeverwaltungen im Umland beantragt werden. Das Standesamt könne dringende Angelegenheiten beurkunden, wenn man persönlich zu den Öffnungszeiten vorbeikomme, heißt es auf der Homepage. Hochzeiten finden demnach statt. 

Einige an die Stadtverwaltung eingegliederte Einrichtungen wie das Jugendzentrum und der Bauhof seien telefonisch erreichbar. Parkausweise können derzeit weder ausgestellt noch verlängert werden, weshalb die Stadt bis auf weiteres keine Strafzettel für kürzlich abgelaufene Ausweise verhängen wird, hieß es.

Ausdrücklich nicht betroffen seien die Stadtwerke Eichstätt und die damit einhergehende kritische Infrastruktur. "Die Gas- und Stromversorgung läuft", sagte Fries. Auch die Bücherei der Stadt Eichstätt und des St. Michaelsbundes sei nicht von der Attacke betroffen.

Stadt rät zu Vorsicht bei aktuellen Rechnungen

Präventiv sollen die Menschen aktuelle Rechnungen aus dem Rathaus gründlich prüfen, bevor sie beglichen werden, heißt es in den Hinweisen der Stadt. Über eine Notfall-Hotline und einen Info-Punkt im Rathaus können den Angaben nach dringende Anfragen geklärt werden. "Die Rückfragen halten sich sehr in Grenzen, und die Leute sind freundlich", sagte Fries.

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

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