Ehefrau und Stieftochter verschwunden: 46-Jähriger angeklagt

München (dpa/lby) - Nach dem spurlosen Verschwinden einer Münchnerin und ihrer Teenager-Tochter im Sommer hat die Staatsanwaltschaft Anklage gegen den Ehemann der Frau erhoben. Der 46-Jährige soll sich wegen Totschlags an seiner Partnerin sowie wegen Mordes an seiner Stieftochter verantworten, wie die Staatsanwaltschaft München I am Dienstag mitteilte.
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Ein Modell der Justitia steht auf einem Tisch. Foto: Volker Hartmann/dpa/Archivbild
dpa Ein Modell der Justitia steht auf einem Tisch. Foto: Volker Hartmann/dpa/Archivbild

München (dpa/lby) - Nach dem spurlosen Verschwinden einer Münchnerin und ihrer Teenager-Tochter im Sommer hat die Staatsanwaltschaft Anklage gegen den Ehemann der Frau erhoben. Der 46-Jährige soll sich wegen Totschlags an seiner Partnerin sowie wegen Mordes an seiner Stieftochter verantworten, wie die Staatsanwaltschaft München I am Dienstag mitteilte. Es würde ein Indizienprozess, denn weder sind die Leichen gefunden worden noch gibt es Zeugen der Tat. Dennoch füllen die Ergebnisse der Ermittlungen 23 Aktenbände, die Anklageschrift ist 188 Seiten lang. Der Angeschuldigte selbst hat die Vorwürfe den Angaben nach zunächst bestritten, inzwischen schweigt er.

Seit dem 13. Juli 2019 gibt es von der damals 41-Jährigen und ihrer 16 Jahre alten Tochter keinerlei Lebenszeichen mehr. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass der neue Ehemann der Frau, mit dem sie seit rund einem Jahr verheiratet war, seine Partnerin nach einem Streit umgebracht hat. Die Tochter tötete der Deutsch-Russe demnach, um seine Tat zu vertuschen - er habe die Leiche noch nicht beseitigen können, bevor das Mädchen vom Unterricht nach Hause kam. Über die Eröffnung des Hauptverfahrens entscheidet nun das Schwurgericht des Landgerichts München I.

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