Ehec-Bakterien nachgewiesen: Rapunzel ruft Samen zurück

In Rotkleesamen von Rapunzel sind potenziell gefährliche Ehec-Bakterien nachgewiesen worden. Das Unternehmen aus Bayern ruft eine bundesweit verkaufte Charge zurück.
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Wegen des Nachweises von STEC/EHEC-Bakterien ruft Rapunzel Rotkleesamen der Reihe "bioSnacky" zurück. (Symbolbild)
Wegen des Nachweises von STEC/EHEC-Bakterien ruft Rapunzel Rotkleesamen der Reihe "bioSnacky" zurück. (Symbolbild) © Sebastian Gollnow/dpa/dpa-tmn
Legau

Wegen einer möglichen Gesundheitsgefahr ruft der Bio-Lebensmittelhersteller Rapunzel Rotkleesamen zurück. Bei einer amtlichen Untersuchung seien in dem Produkt Shigatoxin-bildende Escherichia coli, sogenannte STEC/Ehec-Bakterien, nachgewiesen worden, teilte das Unternehmen am Freitag in Legau im schwäbischen Landkreis Unterallgäu mit. Betroffene Samen und bereits daraus gezogene Sprossen sollten nicht verzehrt werden.

Der Rückruf betrifft ausschließlich "Rapunzel bioSnacky Rotklee" in der 30-Gramm-Packung mit der Charge 11293 und dem Mindesthaltbarkeitsdatum 12/2028. Die Artikelnummer lautet 690280, die EAN 4006040169871. Das Produkt wurde nach Unternehmensangaben bundesweit im stationären Handel und im Onlinehandel verkauft. Lieferungen gingen zudem unter anderem nach Österreich, Italien und in das Vereinigte Königreich.

Durchfall und Bauchkrämpfe, auch Nierenversagen möglich

Eine Infektion mit STEC/Ehec kann innerhalb einer Woche zu Durchfall und Bauchkrämpfen führen. Insbesondere bei Säuglingen, Kleinkindern, älteren Menschen und Menschen mit geschwächtem Immunsystem sind schwerere Verläufe mit blutigem Durchfall möglich. In seltenen Fällen kann vor allem bei Kleinkindern ein hämolytisch-urämisches Syndrom, kurz HUS, auftreten, das zu akutem Nierenversagen führen kann.

Wer das betroffene Produkt oder daraus gezogene Sprossen gegessen hat und schwere oder länger anhaltende Beschwerden entwickelt, sollte nach Angaben des Unternehmens ärztliche Hilfe suchen und auf eine mögliche STEC/EHEC-Infektion hinweisen. Ohne Symptome sei eine vorsorgliche ärztliche Behandlung nicht erforderlich.

Betroffene Packungen können in der jeweiligen Einkaufsstätte zurückgegeben werden, der Kaufpreis wird erstattet. Alternativ können Samen und bereits daraus gezogene Sprossen über den Restmüll entsorgt werden. Andere Produkte der Reihe "bioSnacky" seien nicht betroffen.

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

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