Ebbe im Sylvensteinsee widerlegt Kirchturm-Märchen

Um den Kirchturm des Ortes, der einst im Sylvensteinstausee bei Lenggries versank, rankt sich ein Mythos. Weil der See derzeit abgelassen ist, offenbaren sich die Fundamente der Kirche und entlarven das Ammenmärchen.
| rah/mag
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Dieses tolle Bild schickte uns AZ-Leser Hermann Huber. Im linken Bilddrittel sieht man das Fundament der ehemaligen Kirche von Fall.
Hermann Huber Dieses tolle Bild schickte uns AZ-Leser Hermann Huber. Im linken Bilddrittel sieht man das Fundament der ehemaligen Kirche von Fall.

Um den Kirchturm des Ortes, der einst im Sylvensteinstausee bei Lenggries versank, rankt sich ein Mythos. Weil der See derzeit abgelassen ist, offenbaren sich die Fundamente der Kirche und entlarven das Ammenmärchen.

Lenggries – Diesen Anblick erlebt man nur ganz selten. Der Sylvensteinstausee bei Lenggries ist fast leer. Das Wasser wurde für Wartungsarbeiten abgelassen. Die Gelegenheit, mit einem alten Ammenmärchen aufzuräumen.

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Dort, wo heute der See ist, gab es früher mal ein Dorf. Das Dorf hieß Fall. Als der Stausee am Sylvenstein gebaut wurde, hat man das Dorf abgerissen. Es wurde weiter oben neu erbaut. Die Bewohner von Fall wurden nach Neu-Fall umgesiedelt. Die Reste versanken im Speichersee.

Manche behaupten, sie hätten die Spitze des Kirchturms gesehen, oder sogar um Mitternacht die Glocke läuten hören! Beides ist unmöglich. Von der Kirche existiert nur das Fundament (Kreis). Der Rest wurde in den 50er Jahren gesprengt, Jahre bevor der See geflutet wurde.

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