Druckmaschinenhersteller Koenig & Bauer mit Auftragseinbruch

Der bereits vor der Corona-Krise mit Problemen kämpfende Druckmaschinen-Hersteller Koenig & Bauer hat im zweiten Quartal einen Einbruch bei den Bestellungen verbucht. Der Auftragseingang fiel gegenüber dem Vorjahresquartal um knapp 30 Prozent auf 208,7 Millionen Euro, wie der im SDax notierte Rivale von Heidelberger Druck am Mittwoch in Würzburg mitteilte.
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Das Logo des Druckmaschinenherstellers Koenig & Bauer aufgenommen am Hauptsitz des Konzerns. Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa/Archivbild
dpa Das Logo des Druckmaschinenherstellers Koenig & Bauer aufgenommen am Hauptsitz des Konzerns. Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa/Archivbild

Würzburg - Der bereits vor der Corona-Krise mit Problemen kämpfende Druckmaschinen-Hersteller Koenig & Bauer hat im zweiten Quartal einen Einbruch bei den Bestellungen verbucht. Der Auftragseingang fiel gegenüber dem Vorjahresquartal um knapp 30 Prozent auf 208,7 Millionen Euro, wie der im SDax notierte Rivale von Heidelberger Druck am Mittwoch in Würzburg mitteilte. Das war ein stärkerer Dämpfer als von Experten erwartet. Der Umsatz schmolz um knapp 16 Prozent auf 232,1 Millionen Euro. Die Auslieferung von Maschinen sowie Einsätze von Monteuren und Servicetechnikern seien durch den Lockdown in der Pandemie beeinträchtigt gewesen, hieß es.

Operativ rutschte das Unternehmen wegen der schwächeren Geschäfte in die Verlustzone. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern fiel mit minus 6 Millionen Euro aber nicht so schwach wie von einigen Analysten erwartet aus und war auch dank Kostensenkungen nicht mehr so tiefrot wie im Vorquartal. Dabei half auch ein Einmalertrag von 4,2 Millionen Euro aus einem Rechtsstreit. Vor einem Jahr hatte Koenig & Bauer operativ noch 3,4 Millionen Euro verdient.

Unter dem Strich verbuchte das Unternehmen in den ersten sechs Monaten einen Verlust von 44,2 Millionen Euro nach minus 2,4 Millionen Euro im ersten Halbjahr des Vorjahres. Koenig & Bauer traut sich unter den unsicheren Rahmenbedingungen nach wie vor keine Prognose für das Gesamtjahr zu.

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