Drohnen-Absturz: Oberpfälzer sauer

Die Oberpfälzer fürchten nach einem noch ungeklärten Absturz einer US-Drohne in Hohenfels um ihre Sicherheit. Vor allem die Informationspolitik der US-Armee steht in der Kritik.
von  dpa
US-Truppenübungen in der Oberpfalz. Die Bürger sind nach dem Absturz einer Aufklärungsdrohne verunsichert.
US-Truppenübungen in der Oberpfalz. Die Bürger sind nach dem Absturz einer Aufklärungsdrohne verunsichert. © dpa

Hohenfels - Am Truppenübungsplatz im oberpfälzischen Hohenfels ist vor einer Woche eine Drohne abgestürzt. Dies bestätigte am Mittwoch ein Sprecher der US-Armee auf Anfrage. Eine Überwachungsdrohne des Typs Shadow stürzte demnach bei einem Manöver über dem Truppenübungsplatz in ein Waldstück. Die Ursache des Unfalls werde derzeit noch ermittelt. Verletzt wurde niemand.

Seit längerem regt sich in der Oberpfalz Unmut über den Einsatz der unbemannten Fluggeräte der US-Armee. Kritiker sehen sich nun bestätigt. Der Unfall zeige, dass Drohnen nicht hundertprozentig beherrschbar seien, sagte der Bürgermeister von Schmidmühlen, Peter Braun (CSU), dem Bayerischen Rundfunk. Das Sicherheitsgefühl der Bürger sei beeinträchtigt. Braun kritisierte eine mangelnde Informationspolitik der Verantwortlichen. Er habe von dem Vorfall erst durch Medienberichte erfahren. "Eine bessere Informationspolitik wäre wünschenswert" ,sagte auch der Bürgermeister von Hohenfels, Bernhard Graf, dem BR.

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