Drei tatverdächtige Telefonbetrüger in Untersuchungshaft
Nach mehreren Telefonbetrugsfällen im Landkreis Coburg sind drei Tatverdächtige in Untersuchungshaft gekommen. Die Verdächtigen, eine 31-Jährige, ein 19-Jähriger und ein 27-Jähriger, wurden am vergangenen Donnerstag jeweils auf frischer Tat entdeckt, wie die Polizei mitteilte.
Eine 74-Jährige aus Rödental (Landkreis Coburg) wurde am vergangenen Donnerstag von einem vermeintlichen Polizisten angerufen und aufgefordert, zu ihrem Schutz Wertgegenstände der Polizei zu geben. Eine vermeintliche Polizistin nahm dann in der Wohnung der Frau einzelne Wertgegenstände im vierstelligen Bereich an sich. Weil sie nicht zurückkehrte, wurde die Frau misstrauisch und alarmierte die Polizei. Am selben Tag rief ein Betrüger eine 87-Jährige in Dörfles-Esbach (Landkreis Coburg) an und gab sich als Bankmitarbeiter aus. Auch zu ihrem Schutz sollte ein vermeintlicher Polizist zu ihr nach Hause kommen. Ein Angehöriger der Frau erkannte die Masche und rief die Polizei. In der Nähe der Wohnung kontrollierte die Polizei ein Auto und fand im Kofferraum Wertgegenstände, die die 74-Jährige zuvor der vermeintlichen Polizistin gegeben hatte. Die beiden Fahrzeuginsassen, eine 31-Jährige und ein 19-Jähriger, wurden festgenommen.
Ein weiterer Telefonbetrug ereignete sich am selben Tag in Lautertal (Landkreis Coburg). Ein Betrüger wollte eine 62-Jährige mit einem sogenannten Schockanruf um einen Geldbetrag in fünfstelliger Höhe bringen. Die Frau erkannte die Masche jedoch und ihr Mann rief die Polizei. Vor dem Anwesen des Ehepaars nahm die Polizei einen verdächtigen 27-Jährigen fest.
Schockanruf auch im Landkreis Kulmbach
Auch in Marktleugast (Landkreis Kulmbach) wollten Betrüger an jenem Donnerstag eine 83-Jährige mit einem sogenannten Schockanruf um einen sechsstelligen Betrag bringen. Ihr Ehemann erkannte jedoch den Betrug und schickte den fremden Mann, der zu ihnen nach Hause kam, weg.
Die Kriminalpolizei Coburg ermittelt, ob zwischen den Betrugsversuchen in Lautertal und Marktleugast ein Zusammenhang besteht, und führt die weiteren Ermittlungen unter Sachleitung der Staatsanwaltschaft Coburg. Die drei Festgenommenen befinden sich in unterschiedlichen Justizvollzugsanstalten.
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