Doch nicht - Frisch gewählter Bürgermeister macht Rückzieher

Im unterfränkischen Weinort Thüngersheim wird ein Kandidat der Freien Wähler zum Bürgermeister gewählt. Doch nur wenige Tage nach der Wahl überlegt er es sich anders. Das sorgt für Ärger.
dpa |
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In Unterfranken sind einige Wähler der Freie Wähler nun enttäuscht.
In Unterfranken sind einige Wähler der Freie Wähler nun enttäuscht. © Armin Weigel/dpa
Thüngersheim

Nur wenige Tage nach den Kommunalwahlen will ein Bürgermeister in Unterfranken sein Amt nicht antreten. Aus persönlichen und beruflichen Gründen sehe er sich aktuell nicht in der Lage, die Pflichten des Amtes mit dem notwendigen Einsatz zu erfüllen, schreibt der Gewählte Florian Geiger bei Instagram. Er gehe diesen Schritt jetzt, um der Gemeinde Planungssicherheit zu geben. Die Entscheidung sei ihm schwergefallen. Zu den genauen Gründen hat sich Geiger bisher nicht geäußert.

Partei wünscht Rücktritt auch als Gemeinderat

Unter seinen Wählern führt die Entscheidung zu Unmut. Vor allem sein Wahlspruch "Ich höre zu. Ich packe an. Ich bringe voran." wird häufiger zitiert. "Dieser Spruch darf im nachhinein als Farce betrachtet werden um es vorsichtig auszudrücken", kommentiert jemand bei Instagram. Andere haben mehr Verständnis: "Dies ist wirklich ein durchaus ungewöhnlicher Schritt, den es aber auch zu respektieren gilt", schreibt ein anderer Nutzer.

Auch für seine Partei kam die Entscheidung offenbar unerwartet. "Wir sind maßlos enttäuscht und zugleich fassungslos über diese Entwicklung und distanzieren uns davon – besonders im Hinblick auf das Vertrauen, das viele von euch ihm bei der Wahl entgegengebracht haben", schreiben die Freien Wähler Thüngersheim ebenfalls bei Instagram. Daher würden sie sich wünschen, dass Geiger auch vom Amt als Gemeinderat zurücktritt. 

Bei Wahl gegen Grüne und CSU durchgesetzt

Bei der Wahl am Sonntag hatte Geiger knapp 52 Prozent der Stimmen erhalten und damit die Kandidatinnen von CSU und Grünen überholt. Der vorherige Thüngersheimer Bürgermeister war aus Altersgründen nicht mehr zur Wahl angetreten.

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

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