Digitale Erfassung an bayerischen Flughafen flächendeckend

Fingerabdrücke und Passbilder: Wer als Nicht-EU-Bürger ohne Langzeitvisum in Bayern einreist, wird künftig erfasst. Das EU-weite System soll illegalen Aufenthalt erschweren.
dpa |
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Mit dem Nürnberger Flughafen ist nun nach München und Memmingen auch der dritte internationale Airport in Bayern an das neue Ein- und Ausreise-Erfassungssystem angeschlossen.
Mit dem Nürnberger Flughafen ist nun nach München und Memmingen auch der dritte internationale Airport in Bayern an das neue Ein- und Ausreise-Erfassungssystem angeschlossen. © Daniel Löb/dpa
Nürnberg

An den drei internationalen Flughäfen in Bayern und damit den Außengrenzen des Schengen-Raumes ist das neue Erfassungssystem der EU eingeführt worden. Innenminister Joachim Herrmann (CSU) nahm das sogenannte Entry/Exit-System (EES) am Flughafen Nürnberg in Betrieb, tags zuvor war es in Memmingen eingeführt worden. Am Airport in München läuft die digitale Erfassung von Nicht-EU-Bürgern bereits seit November.

Digitale Grenzkontrolle

Durch das neue System werden die Ein- und Ausreisen von Nicht-EU-Bürgern erstmals im gesamten Schengenraum erfasst. Erhoben werden künftig Lichtbilder, Fingerabdrücke sowie weitere Angaben aus dem Reisepass. Alles wird in einer zentralen Datenbank gespeichert, die mit den nationalen Grenzkontrollsystemen der Mitgliedstaaten verbunden ist. In allen Schengen-Ländern kann die Polizei in Echtzeit die Daten abrufen. 

Das EES ersetzt das bisherige analoge Abstempeln der Reisedokumente durch eine digitale Erfassung der Ein- und Ausreisedaten. Damit werde die Identitätsprüfung verbessert, Identitätsbetrug erschwert, und besser nachvollziehbar, wie lange sich Personen im Schengenraum aufgehalten haben und ob die erlaubte Aufenthaltsdauer überschritten wurde, sagte Herrmann.

Verweis auf Sicherheitsgewinn

Allein an den von der bayerischen Grenzpolizei kontrollierten Flughäfen Nürnberg und Memmingen fänden jährlich über drei Millionen Einreisen in den sowie Ausreisen aus dem Schengenraum statt. Die Zahl mache deutlich, welchen Sicherheitsgewinn die EES-Einführung bringe.

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

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