Nach Wetterwarnungen kommt der Frühling

Schnee, Tauwetter und Dauerregen - das sorgt in Bayern gerade für eine angespannte Lage. Der Deutsche Wetterdienst warnt vor Hochwasser, auch die Lawinengefahr ist in den Alpen vor allem in höheren Lagen groß. Schneebrettlawinen könnten sich durch Neuschnee von selbst lösen oder von einzelnen Wintersportlern verursacht werden, heißt es im Lawinenlagebericht. Für weite Teile des Freistaats gelten zudem Warnungen vor Überflutungen. Doch es gibt Hoffnung auf Frühlingsgefühle.
Kritische Lawinenlage
Für Skifahrer im Alpenraum wird es vor allem oberhalb von 2.000 Metern kritisch. Hier gilt die zweithöchste Gefahrenstufe 4, vor allem in den Werdenfelser Alpen, den Berchtesgadener Alpen und den Allgäuer Alpen. Dafür sorgt vor allem der Neuschnee in den Höhen.
Auch in tieferen Lagen wird die Gefahr mit Warnstufe 3 immer noch als erheblich eingestuft. Hauptproblem ist hier, dass der Schnee durch den Regen nass wird. Unterhalb von 1.800 Metern könnten sich Gleitschneelawinen an Steilhängen mit glattem Untergrund von selbst lösen, etwa auf Bergwiesen oder Felsplatten, heißt es im Lagebericht. Auch exponierte Straßen könnten von nassen Lawinen getroffen werden. "Passt auf und verhaltet euch lieber defensiv", riet das Polizeipräsidium Oberbayern Süd.
Oberhalb von etwa 1.200 bis 1.500 Metern fällt weiter Schnee, in höheren Lagen der Berchtesgadener Alpen sind noch einmal bis zu 30 Zentimeter Neuschnee möglich.
Überflutete Straßen
Die Schneeschmelze in Kombination mit Dauerregen sorgte vielerorts für überflutete Straßen, so etwa in Mittelfranken. Das Polizeipräsidium riet dazu, langsam in der Mitte der Fahrbahn zu fahren und großen Abstand zu halten. Auch in Unterfranken, Oberfranken, der Oberpfalz sowie Teilen Ober- und Niederbayerns gab der Hochwassernachrichtendienst eine Warnmeldung der Stufe zwei heraus. Danach kann es zu Ausuferungen und Überschwemmungen kommen.
Auch Unwetter sind möglich. In den Chiemgauer und Berchtesgadener Alpen können binnen 36 Stunden Niederschläge von 60 bis 80 Liter pro Quadratmeter zusammenkommen. Ab mittleren Lagen der Alpen sind zudem Sturm- und schwere Sturmböen zwischen 80 und 100 Kilometern pro Stunde möglich.
Frühlingswetter kommt auf Bayern zu
Doch es ist Besserung in Sicht - und sogar ein Hauch Frühling. Trotz Regens sollen die Temperaturen schon auf bis zu 15 Grad am Untermain und am Bodensee steigen. Am Mittwoch ist es in Nord- und Niederbayern zunächst trüb durch Hochnebel, doch am Nachmittag kommt überall die Sonne heraus und es wird frühlingshaft mild bei 12 bis 17 Grad. In der Nacht zum Mittwoch kann es in Tallagen des östlichen Berglands und im Oberallgäu bei bis zu minus 2 Grad glatt werden, zudem ist gebietsweise dichter Nebel möglich. Ende der Woche geht dann laut Lawinenlagebericht auch die Lawinengefahr zurück - ebenso die Gefahr von Hochwasser.