Dachau-Mörder: Bein amputiert

Dem 54-jährigen Diabetiker, der im  Januar im Amtsgericht Dachau einen jungen Staatsanwalt erschossen hat, geht es gesundheitlich immer schlechter.
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Rudolf U. wird nach den tödlichen Schüssen im Amtsgericht von Dachau von Polizisten abgeführt
Christian Chymyn, dapd Rudolf U. wird nach den tödlichen Schüssen im Amtsgericht von Dachau von Polizisten abgeführt

MÜNCHEN/DACHAU - In der Krankenstation der JVA Stadelheim erholt sich Rudolf U. von den Folgen seiner schweren Operation. Dem 54-Jährigen wurde ein Unterschenkel amputiert. Rudolf U. hatte im Januar im Amtsgericht von Dachau einen jungen Staatsanwalt erschoss (AZ berichtete).

In den vergangenen knapp sechs Monaten in U-Haft hat sich der Gesundheitszustand des ehemaligen Fuhrunternehmers weiter verschlechtert. Er hat nach Angaben seines Wahlverteidigers Maximilian Kaiser knapp 50 Kilo an Gewicht verloren.

Rudolf U. leidet unter schwerer Diabetes. Deshalb musste er zur weiteren Behandlung von Stadelheim ins Klinikum Neuperlach verlegt werden. In der Klinik wurde ihm ein Unterschenkel amputiert. Der Zustand des 54-Jährigen hat sich inzwischen wieder soweit stabilisiert, dass er zurück in die JVA verlegt werden konnte.

Auch psychisch ist Rudolf U. offenbar schwer angeschlagen. „Er resigniert”, sagt Maximilian Kaiser. Er habe eh nicht mehr lange zu leben, sagte er kürzlich zu seinem Rechtsanwalt.

Voraussichtlich im Oktober soll der Prozess gegen den 54-Jährigen beginnen. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, am 11. Januar im Sitzungssaal des Dachauer Amtsgericht den Staatsanwalt Tilmann Turck erschossen zu haben. Motiv: Rache. Rudolf U. fühlte sich nach mehreren verlorene Prozessen von der Justiz ungerecht behandelt. 

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