Corona-Mutation: "Versuchen möglichst viel zu kontrollieren"

Aus Sorge vor einer weiteren grenzüberschreitenden Verbreitung des Coronavirus werden Reisende an den Übergängen zwischen Österreich und Deutschland streng überprüft. Die Bundespolizei kontrollierte am Dienstag engmaschig erneut an Haupt- und Nebenstrecken. "Wir versuchen möglichst viel zu kontrollieren", sagte auch der Sprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd, Stefan Sonntag. Die Einhaltung der Vorschriften von der Einreise-Anmeldung bis zur Test-Pflicht werde an Kontrollpunkten nicht nur stichprobenartig überwacht, sondern deutlich intensiver.
| dpa
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Proben für einen PCR-Test werden von einem Laboranten verpackt.
Proben für einen PCR-Test werden von einem Laboranten verpackt. © Sina Schuldt/dpa/Symbolbild
Rosenheim/Wien

Sorge bereitet vor allem die in Tirol vermehrt aufgetretene Südafrika-Mutation. Wien verschärfte deshalb am Dienstag die Regeln für das Bundesland. Vom kommenden Freitag an ist eine Ausreise aus Tirol - von Osttirol abgesehen - für zehn Tage nur noch mit negativem Coronatest möglich, wie Kanzler Sebastian Kurz mitteilte.

Die südafrikanische Virus-Mutante könnte Experten zufolge gefährlicher sein - und Impfstoffe wirken womöglich nicht so gut. Deutsche Politiker warnten vor einem Überschwappen nach Bayern - und kritisierten die Lockerungen in Österreich. Auch eine Schließung der Grenzen scheint nicht mehr gänzlich ausgeschlossen. Sollte die Gefahr wachsen, dürften auch Grenzschließungen zu Tirol kein Tabu sein, sagte Bayerns Ministerpräsident Markus Söder "Münchner Merkur" (Dienstag). Er halte es für "diskussionswürdig, dass Österreich in dieser unsicheren Situation weitgehende Öffnungen erlaubt, obwohl die Inzidenz dort deutlich höher als in Bayern ist", sagte der CSU-Chef weiter.

Auch auf österreichischer Seite wurden die Kontrollen verschärft. Am Übergang Walserberg Richtung Salzburg bildeten sich Schlangen, auch in Freilassing stockte der Verkehr. Das Auswärtige Amt in Berlin rät von allen nicht notwendigen, touristischen Reisen nach Österreich ab. Ganz Österreich - mit Ausnahme der Exklaven Jungholz und Kleinwalsertal - gilt als Risikogebiet.

© dpa-infocom, dpa:210209-99-368289/2

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