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Corona-Lockerungen: Bayern sollte auf Eigenverantwortung setzen

AZ-Chefredakteur Michael Schilling über das Vorgehen in Thüringen.
| Michael Schilling
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Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Die Linke) will die allgemeinen Corona-Beschränkungen in seinem Bundesland Anfang Juni beenden.
Martin Schutt/dpa-Zentralbild/dpa Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Die Linke) will die allgemeinen Corona-Beschränkungen in seinem Bundesland Anfang Juni beenden.

Was Thüringens Ministerpräsident Ramelow verkündet hat, ist ein mutiger, ein viel kritisierter Schritt – aber auch ein richtiger. Er will "von staatlichem Zwang hin zu selbstverantwortetem Maßhalten".

Und genau darum geht es. Die Menschen, zumindest die allermeisten, haben inzwischen gelernt, wie man sich in Pandemiezeiten verhalten soll. Eigenverantwortung lässt sich nun einmal nicht mit Strafen oder Drohkulissen einimpfen. Sie ist ein Lernprozess. Sie zu fördern, setzt jene Freiheitlichkeit voraus, die zu unserer Grundordnung gehört.

Außerdem: Es ist ja nicht so, als würde Thüringen den Kampf gegen die Pandemie einfach aufgeben. Sondern es wird weiter beobachtet, getestet und gegebenenfalls reagiert. Das ist wichtig.

Bisher galt Österreich mit seinen rigiden Maßnahmen der bayerischen Staatsregierung als Vorbild. Nun geht ein anderer Nachbar einen anderen Weg. Es ist hilfreich und eine Chance, mehr als nur eine einzige Marschroute beobachten und daraus lernen zu können.

Alle Entwicklungen rund um das Coronavirus in München und Bayern lesen Sie in unserem AZ-Newsblog!

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