Corona-Krise macht Wohnungen bislang nicht billiger

München (dpa/lby) - Die Corona-Krise zieht bislang keinen Einbruch der himmelhohen Immobilienpreise in vielen bayerischen Städten nach sich. Die Folge der Epidemie ist bislang hauptsächlich, dass im März und April ein Drittel weniger Häuser und Wohnungen zum Kauf angeboten wurden, wie der Immobilienverband Süd (IVD) am Dienstag berichtete.
| dpa
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München (dpa/lby) - Die Corona-Krise zieht bislang keinen Einbruch der himmelhohen Immobilienpreise in vielen bayerischen Städten nach sich. Die Folge der Epidemie ist bislang hauptsächlich, dass im März und April ein Drittel weniger Häuser und Wohnungen zum Kauf angeboten wurden, wie der Immobilienverband Süd (IVD) am Dienstag berichtete. "Was nicht bedeutet, dass die Nachfrage zusammengebrochen wäre", sagte IVD-Experte Stephan Kippes. Freistehende Einfamilienhäuser kosten in diesem Frühjahr im bayerischen Schnitt etwa 800 000 Euro, in Oberbayern eine Million und in München 1,8 Millionen.

Die Nachfrage hat ebenfalls nachgelassen, wie Immobilienmakler bei einer Pressekonferenz berichteten. Leicht sinkende Preise aber gibt es bislang nur in einigen Kommunen wie in Ingolstadt, wo sich die Krise bei Audi schon vor Beginn der Corona-Krise bemerkbar machte. In München dagegen ist nach Einschätzung von Makler Christoph Müller-Brandt kein Rückgang zu erwarten: "Vorher hatten Sie vielleicht fünfzig Interessenten, jetzt sind es noch zwanzig - aber Sie können nur an einen verkaufen." Es gebe "keine wirklich spürbaren Veränderungen."

Allerdings ist die Marktlage je nach Region unterschiedlich: In Landsberg am Lech erwartet Makler Benjamin Herfeldt durchaus Preisrückgänge, wenn Hausbesitzer ihre Kredite nicht mehr abbezahlen können: "Es werden einige verkaufen müssen, und dadurch gehen die Preise runter."

Wie sich die Corona-Pandemie mittel- und langfristig auf den bayerischen Immobilienmarkt insgesamt auswirken wird, ist ebenso ungewiss wie in anderen Branchen. "Man muss wirklich abwarten", sagte Kippes.

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