Club-Regisseur Kluge: „Ich möchte Leben retten“

Knochenmarkspender Peer ist DKMS-Mitglied. „Schließlich kann Leukämie jeden treffen“
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"Fünf Tage habe ich Spritzen bekommen": Peer Kluge bei der Stammzellenentnahme 2004.
DKMS "Fünf Tage habe ich Spritzen bekommen": Peer Kluge bei der Stammzellenentnahme 2004.

Knochenmarkspender Peer ist DKMS-Mitglied. „Schließlich kann Leukämie jeden treffen“

BELEK Peer Kluge ist ein echtes Vorbild an Einsatzwillen. Aber nicht nur auf dem Platz gehört der 27-jährige Mittelfeld-Stratege des 1. FC Nürnberg zu den nimmermüden Kämpfern. „Ich möchte Leben retten“, sagt Kluge über sein Engagement bei der DKMS. Die „Deutsche Knochenmarkspenderdatei“ ist mit über 1,8 Millionen Mitgliedern die weltweit führende Organisation, die oft die letzte Hoffnung für an Leukämie erkrankte Menschen ist.

In Mönchengladbach fing alles an

Kluge hatte sich im Rahmen einer Hilfsaktionen seines ehemaligen Arbeitgebers Borussia Mönchengladbach typisieren lassen. „Damals wurde für ein Mädchen aus dem Raum Viersen ein passender Spender gesucht“, erinnert sich Peer im Trainingslager in Belek. Die Suche ist oft schwer, da eine nahezu 100-prozentige Übereinstimmung der Gewebemerkmale hinsichtlich der Verträglichkeit zwischen Spender und Empfänger für den größtmöglichen Erfolg der Therapie ausschlaggebend ist.

„Irgendwann habe ich dann tatsächlich Post von der DKMS bekommen“, erzählt Kluge. Obwohl seine Stammzellen nur zu einem Prozentsatz von 80 mit einer Frau aus den USA übereinstimmten. „In dringenden, sehr schwerwiegenden Fällen wagen Ärzte auch bei dieser Übereinstimmung einen Eingriff“, sagt Simone Henrich von der DKMS-Pressestelle in Köln.

"Fünf Tage lang habe ich Spritzen bekommen"

Kluge signalisierte sofort grünes Licht, ging am zweiten Weihnachtsfeiertag 2004 in die Uni-Klinik Dresden. Und entschied sich für die aus Fußballer-Sicht risikoärmere Variante der Stammzellenspende. „Fünf Tage lang habe ich Spritzen bekommen, die Nebenwirkungen mit Müdigkeit und Kopfschmerzen habe ich aber gerne auf mich genommen.“

Schließlich wollte er ein Leben retten. Das verabreichte Artzney stimuliert die Produktion von Stammzellen, die dann über ein spezielles Verfahren aus dem Blut gesammelt werden. Die zweite, „klassische“ Methode: Entnahme von Knochenmark aus dem Beckenknochen.

"Die heimtückische Krankheit kann jeden treffen"

„Leider hat es nicht geholfen“, klagt Kluge, „die Frau ist verstorben. Ich hoffe, dass ich ihr Leiden zumindest etwas lindern konnte.“ Sein Appell: „Ich kann jedem nur dringend empfehlen, sich typisieren zu lassen. Schließlich kann diese heimtückische Krankheit jeden von uns treffen.“

Markus Löser,

DKMS-Mitglied seit 2002

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