"Club" gefordert gegen "eklig" agierenden Jahn

Mit 14 Punkten steht Jahn Regensburg in der Zweitliga-Tabelle überraschend vor dem 1. FC Nürnberg. Ändern wollen das im direkten Duell die Franken, die endlich mal wieder zu Hause jubeln wollen.
| dpa
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Nürnberg/Regensburg (dpa/lby) - Verkehrte Welt vorm Derby: Der 1. FC Nürnberg geht überraschend als Jäger des SSV Jahn Regensburg in das Freistaatduell am Sonntag (13.30 Uhr) in der 2. Fußball-Bundesliga. Nach etlichen vermeidbaren Punktverlusten in dieser Saison wollen die Franken (13 Punkte) gegen die Gäste aus der Oberpfalz (14) ihre überwiegend ordentlichen Leistungen bestätigen und sich dafür mit drei Punkten belohnen. "Ich glaube, wir sind auf einem guten Weg", sagte Trainer Damir Canadi am Freitag. Der Österreicher sprach aber auch ein Manko des Bundesliga-Absteigers an. "Wir wissen, dass wir seit zwei Monaten zuhause nicht mehr gewonnen haben", sagte Canadi.

Der "Club" braucht dringend den ersehnten zweiten Heimsieg, um die Aufstiegsplätze im Blick zu behalten. Bislang habe die Belohnung zu oft gefehlt, beklagte Candai: "Nur das Ergebnis war nicht das, was wir uns mit der Leistung eigentlich erarbeitet hätten." Vor allem die 18 Gegentore in zehn Spielen ärgern den Österreicher. "Wir wissen, dass wir es defensiv nicht sehr ordentlich gemacht haben, wie es sich gehört, dass man in der Tabelle ganz oben stehen kann."

Gegen den Jahn soll es besser werden, auch wenn neben dem gesperrten Asger Sörensen ein weiterer Ausfall in der Abwehr droht. Georg Margreitter erlitt im Training eine Zerrung. "Der Einsatz ist sehr gefährdet", berichtete Canadi und ergänzte, dass es "schwer zu sagen" sei, ob sein Landsmann rechtzeitig fit werde. Johannes Geis dagegen soll dabei sein. Der Mittelfeldspieler und beste Torschütze des "Clubs" hatte wegen Wadenschmerzen eingeschränkt trainiert.

Der Jahn Regensburg geht unterstützt von vielen mitreisenden Fans mit einem klaren Ziel in das Derby. Die Oberpfälzer wollen in der Tabelle auch nach 90 vermutlich intensiven und emotionalen Minuten weiterhin vor den Franken stehen. "Es wäre schön, wenn wir was mitnehmen könnten", sagte Abwehrspieler Marcel Correia.

Die Regensburger Profis wissen, dass sie eine schwierige Aufgabe im Max-Morlock-Stadion erwartet. "Nürnberg ragt, was die individuelle Qualität angeht, in der 2. Liga heraus. Da werden wir eher nicht in so viele Ballbesitzphasen kommen", sagte Correia. Sein Erfolgsrezept lautet: "Wir müssen in der Arbeit gegen den Ball so eklig bleiben, wie wir es zuletzt waren."

Auch Torwart Alex Meyer sieht in den Nürnbergern "gefühlt noch einen Bundesligisten". Sein Tipp: "Die werden zu Hause alles reinhauen." Der Schlussmann setzt ebenfalls auf die eigene Abwehrstärke. "Die ganze Saison arbeiten wir schon defensiv gut."

Die Regensburger haben ihren besten Saisonstart in der 2. Liga hingelegt. Der Abstand auf Platz drei beträgt nur fünf Punkte, aber das Polster auf den drittletzten Rang ist auch nicht größer. "Die Liga ist noch stärker als letztes Jahr", findet Trainer Mersad Selibegovic, der eine Partie in einer speziellen Atmosphäre erwartet. "Es geht darum, keine groben Fehler zu machen", bemerkte der Coach.

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