Club-Abwehrrecke Nilsson: Keine Angst vor Raúl & Huntelaar

Für den FCN-Innenverteidiger ist das Duell mit Schalkes Superstars „nichts besonderes“
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Per Nilsson hat sehr genau registriert, was auf Schalke abläuft: „Da passt die Abstimmung noch nicht."
Wolfgang Zink Per Nilsson hat sehr genau registriert, was auf Schalke abläuft: „Da passt die Abstimmung noch nicht."

Für den FCN-Innenverteidiger ist das Duell mit Schalkes Superstars „nichts besonderes“

NÜRNBERG Mainz auf eins, Hannover steuert in die Champions League, die Bayern dümpeln im Niemandsland herum und Vizemeister Schalke hat mit Platz 17 die Tabelle komplett auf den Kopf gestellt. Die aktuelle Bundesliga-Hitparade wirkt irgendwie so, als habe Deutschlands oberster Wettpate, Ante Sapina, aus dem Knast heraus sein Café King wiedereröffnet. Oder um es mit Club-Profi Per Nilsson zu sagen: „Die Liga spielt völlig verrückt!“ Das Beste daran: Der Club könnte von diesem Wahnsinn beim Heimspiel am Samstag (15.30 Uhr) gegen Schalke profitieren.

Einen besseren Zeitpunkt für das Spiel gegen Schalke kann es kaum geben

Denn einen besseren Zeitpunkt gibt es nicht, um Felix Magaths hochbezahlten Hühnerhaufen vor die Flinte zu bekommen. Zum einen zehrt die Doppelbelastung mit der Champions League (siehe Seite 18) an den königsblauen Kräften, zum anderen ist Magaths Abwehr mehr Fehler- als Viererkette. Allein auf der Rechtsverteidiger-Position hat der Ex-FCN-Coach schon sieben Akteure ausprobiert. Mit wenig Erfolg, wie die zwölf Gegentore in der Liga beweisen.

Für Nilsson sind die Gründe der Schalker Misere klar: „Da passt die Abstimmung noch nicht. Das ist aber im Fußball das A und O. Man braucht eine stabile Ordnung.“

"Rául sollte man nicht so viel Platz lassen, dass er schießen kann"

Kein Wunder also, dass auch Magaths bislang mäßig erfolgreicher Millionen-Sturm mit Raúl und Klaas-Jan Huntelaar (vier Treffer) Nilsson nicht vor Angst schlottern lässt. „Für mich ist das nichts besonderes“, sagt er über das bevorstehende Duell mit den Schalker Superstars, „wichtig ist, dass wir funktionieren. Dann ist es egal, wer da kommt.“ Wobei bei allem Selbstbewusstsein natürlich auch „Pelle“ weiß, „dass man Raúl besser nicht so viel Raum lassen sollte, damit er schießen kann.“ So wie zuletzt beim 2:2 gegen Gladbach, als der Ex-Madrilene mit seinem Last-Minute-Treffer den Schalkern noch einen Punkt rettete.

Andererseits ist die Club-Abwehr im Moment kaum mit der Gladbacher Schießbude zu vergleichen. Die Borussia hat bereits unglaubliche 19 Gegentore kassiert. Nilsson dagegen bildet mit Kapitän Andy Wolf aktuell ein Innenverteidiger-Duo, das zu den zuverlässigsten der Liga zählt. 72 Prozent von Pelles Pässen finden einen Mitspieler (Wolf 73 Prozent), von seinen Zweikämpfen gewinnt er 66 Prozent (Wolf 60).

Nilsson hat die Nationalmannschaft noch längst nicht abgehakt

Werte, die sich womöglich auch über die Landesgrenzen hinaus herumsprechen könnten. Bislang hat Schwedens neuer National-Trainer Erik Hamrén noch nicht angeklopft, abgehakt hat der 28-jährige Nilsson das Thema „Tre Kronas“ aber längst nicht: „Ich brauche sicher mehr als sechs Bundesligaspiele, um wieder eingeladen zu werden. Aber vielleicht bekommt ein alter Schwede ja nochmal seine Chance.“ Ein souveräner Auftritt gegen Raúl und Huntelaar wäre das nächste Bewerbungsschreiben. Krischan Kaufmann

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