Chip im Kopf - Bayerische Firma will Musk Konkurrenz machen

Elon Musk lässt daran forschen, die TU München und viele andere: Chips im Gehirn können Gelähmten helfen, elektronische Geräte zu steuern. Die Futrue-Gruppe aus Gräfelfing verkündet große Pläne.
dpa |
X
Sie haben den Artikel der Merkliste hinzugefügt.
zur Merkliste
Merken
lädt ... nicht eingeloggt
Teilen  AZ als Quelle bevorzugen
Die Futrue-Gruppe in Gräfelfing bei München will elektronische Gehirn-Computer-Schnittstellen entwickeln. (Symbolbild)
Die Futrue-Gruppe in Gräfelfing bei München will elektronische Gehirn-Computer-Schnittstellen entwickeln. (Symbolbild) © Klaus-Dietmar Gabbert/dpa/dpa-tmn
München

Die oberbayerische Unternehmensgruppe Futrue kündigt eine Großinvestition von hundert Millionen Euro in eine Zukunftstechnologie der Medzintechnik an: In München soll ein Entwicklungszentrum samt dazugehöriger Produktionsstätte für sogenannte Brain Computer Interfaces (BCI) entstehen - Schnittstellen zwischen Gehirn und Computer, die unter anderem Gelähmten erlauben sollen, elektronische Geräte mittels ihrer Gedanken zu steuern. 

An der Entwicklung der Technologie lässt unter anderem US-Milliardär Elon Musk seit langem arbeiten, zudem sind international etliche Start-ups auf diesem Feld aktiv. Geforscht wird auch an der Technischen Universität München, an der Mediziner 2025 einem querschnittgelähmten Patienten ein elektronisches Hirnimplantat einsetzten. 

Die in Gräfelfing vor den Toren Münchens ansässige Futrue-Gruppe ist kein klassisches Start-up, sondern ein 2008 gegründeter kleiner Konzern mit gut 20 Unternehmen hauptsächlich im Bereich Pharma und Nahrungsergänzungsmittel. Gründer ist der Mediziner Clemens Fischer, der äußerst ehrgeizige Pläne verfolgt: Die Tochtergesellschaft Futrue Neurosciences soll Musks "Neuralink"-Projekt im Rennen um die globale Technologieführerschaft herausfordern, wie es in der Mitteilung heißt. Laut Webseite der TU München ist Futrue eines von mehreren Partnerunternehmen der Forschungsallianz für Neurotechnologie. 

Die Technologie basiert darauf, dass die Signale der Neuronen im Gehirn ganz schwach elektrisch sind. Die elektronischen Schnittstellen im Kopf wandeln diese Signale um und übermitteln sie an externe Geräte, so dass gelähmte Patienten Computer mittels Gedanken steuern können.

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

Lädt
Anmelden oder registrieren

Zum Login
Zu meinen Themen hinzufügen

Hinzufügen
Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten
Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen
Um "Meine AZ" nutzen zu können, müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen.

Zustimmen
Teilen
lädt ... nicht eingeloggt
 
merken
Nicht mehr merken
X

Sie haben den Inhalt der Merkliste hinzugefügt.